Aachen - Rothenberger: „Wir sind ans Limit gegangen“

Rothenberger: „Wir sind ans Limit gegangen“

Von: rau
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Heiß auf den Großen Preis: Steve Guerdat auf Corbinian. Foto: imago/Kamerapress

Aachen. Scott Brash hat es vorgemacht – und Steve Guerdat möchte es gerne nachmachen. Der britische Springreiter hatte 2015 beim „Weltfest des Pferdesports“ den Rolex-Grand-Prix, den „Großen Preis von Aachen“ gewonnen. Und damit nach Genf die zweite Etappe der Grand-Slam-Tour.

Da Brash und Hello Sanctos auch im kanadischen Calgery triumphierten, wurden sie als erstes Paar mit einer Million Euro belohnt.

Das weckt Begehrlichkeiten: In Genf startete nun Guerdat seinen Zyklus, und auch in Aachen zählt der Schweizer, 2012 Olympiasieger in London, zu den Favoriten. „Ich bin ganz heiß, immerhin habe ich den Rolex Grand Prix in Aachen noch nie gewonnen. Das heißt: Ich werde alles geben“, verspricht der 34-Jährige.

„Diese drei großen Turniere in Aachen, Genf und Calgary besitzen ein Wahnsinns-Prestige – jeder Springreiter möchte dort gewinnen.“ Das wollen aber auch die anderen 39 Reiter auf der Starterliste. „Und jeder, der qualifiziert ist, kann diese Prüfung gewinnen“, urteilt Altmeister Paul Schockemöhle, der drei Mal den Großen Preis gewonnen hat.

Das Team um Parcourschef Frank Rothenberger hat für Sonntag zwei völlig unterschiedliche Runden geplant. „Es wird alles genutzt, was das Regelwerk hergibt, schließlich ist der Große Preis der absolute Höhepunkt. Dementsprechend selektiv wurde gebaut.“ Rothenberger stellt den 40 Reiter in beiden Umläufen jeweils 14 Hindernisse mit 17 Sprüngen auf gebogener und gerader Linie, jeweils mit einer drei- und einer zweifachen Kombination in den Weg.

Im ersten Umlauf müssen Pferd und Reiter nicht nur den großen Wassergraben in einer Abfolge von Sprüngen in der Diagonalen bewältigen, sondern auch die beiden Doppel-Wassergräben neben dem See, die diesmal mit Oxern überbaut werden. Im zweiten Umlauf fehlt dagegen Wasser, was einige Pferde freuen wird.

„Der Rolex Grand Prix wird ein sehr technisches Springen. Und auch von den Abmessungen her, sind wir ziemlich ans Limit gegangen“, verdeutlicht Rothenberger, dass beide Runden für Reiter und Pferd sehr schwer werden. Dass der Parcourschef so schwer gebaut hat, hat einen guten Grund: „Die Pferde sind in der ganzen Woche und vor allem im Nationenpreis sehr gut gesprungen. Das liegt auch daran, dass der Boden in diesem Jahr so gut ist.“

18 im zweiten Umlauf

40 Reiter werden im ersten Umlauf an den Start gehen, 18 qualifizieren sich für die zweite Runde. „Ich hoffe, auf zehn bis zwölf Nuller. Und dann hätte ich gerne vier bis sechs Teilnehmer im Stechen“, verrät Rothenberger seine Überlegungen bei der Planung.

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