Aachen - Rivalen lauern auf Ausrutscher

Rivalen lauern auf Ausrutscher

Von: rau
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Favorisiert mit der deutschen Dressur-Equipe: Kristina Bröring-Sprehe auf Desperados. Foto: imago/Stefan Lafrentz
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Hofft noch auf das Olympia-Ticket: Hubertus Schmidt.

Aachen. Man stelle sich vor, es ist CHIO Aachen und kein niederländischer Dressurreiter dabei. Dass die besten Niederländer vor einem wichtigen Championat gerne die deutsche Konkurrenz meidet, ist man schon aus früheren Jahren gewohnt.

Doch anno 2016 ist kein Dressurreiter für Oranje in der Aachener Soers dabei – zeitgleich mit dem größten Reitturnier der Welt finden im Nachbarland die niederländischen Meisterschaften statt. Und hier sollen dann auch die Olympia-Tickets vergeben werden.

2015 in Aachen war die Niederländer Team-Europameister geworden. Edward Gal, Hans Peter Minderhoud, Patrick van der Meer und Diederik van Silfhout hatten Gold vor den Briten und der deutschen Mannschaft gewonnen. Und Minderhoud mit Johnson noch Bronze im Spécial folgen lassen.

Dabei nutzte der 42-Jährige den Ausfall von Edward Gal, der abgeläutet worden war, nachdem sein Undercover sich auf die Zunge gebissen hatte. Der Wallach wurde bisher nicht vorgestellt, fehlte zuletzt auch beim Heim-CHIO in Rotterdam, bei dem die niederländischen Dressurreiter siegten.

Briten ohne Charlotte Dujardin

Zwar sind die Briten in Aachen am Start, doch nicht mit dem Olympia-Team, das von Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Charlotte Dujardin angeführt wird. Auch Valegro war seit der EM nicht im Viereck zu sehen, trumpfte jedoch am vergangenen Wochenende beim Hartpury Festival of Dressage mit über 90 Prozent in der Kür auf und schickte so eine „Grußadresse“ an die deutsche Konkurrenz.

Die ist im Nationenpreis beim CHIO favorisiert, auch wenn die USA, angeführt von Steffen Peters, ein starkes Team geschickt haben, und auch die Dänen und Schweden dürfen nicht aus dem Blick gelassen werden. Am Donnerstag, 9 Uhr, startet der Preis der Familie Tesch, der Grand Prix, zugleich Lambertz-Nationenpreis.

Mit Isabell Werth (Rheinberg) auf Weihegold, Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage), auf Desperados 2015 zweifache Vize-Europameisterin, Dorothee Schneider (Framersheim) auf Showtime und dem 21-jährigen Newcomer Sönke Rothenberger (Bad Homburg) auf Cosmo berief Bundestrainerin Monica Theodorescu ein Quartett, das bei der DM mit über 80 Prozent brillierte. Und favorisiert ist in Aachen.

Am Sonntag sollen vor dem Abschied der Nationen die deutschen Olympia-Starter vorgestellt werden. Mittwochabend im Grand Prix um den Havens-Pferdefutter-Preis wird die Konkurrenz versuchen, das Aachen-Quartett vor Olympia noch zu „sprengen“: Hubertus Schmidt (Borchen) mit Imporio, Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Unee, die 2015 in Aachen mit dem Team EM-Bronze gewann, Anabell Balkenhol (Rosendahl) mit Dablino und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit D’Agostino lauern nur auf einen Ausrutscher.

Mit dem Prix St. Georges starten die Dressuren am Mittwoch um 15.30 Uhr – mit zwei Aachener Premieren: Julia de Ridder, frisch gebackene Rheinische Meisterin der Jungen Reiter, feiert auf Comtessa ihre CHIO-Premiere. Und Nadine Capellmann bei ihrer 30. CHIO-Teilnahme in Folge das erste Turnier mit dem erst achtjährigen Forpost.

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