Aachen - Nadine Capellmann: „Mit dem Team holen wir in Rio Gold“

Nadine Capellmann: „Mit dem Team holen wir in Rio Gold“

Von: Helga Raue
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Zuversichtlich, auch wenn sie selbst derzeit nicht in der ersten Reihe steht: Nadine Capellmann. Foto: imago/Fassbender

Aachen. Wenn sie Mittwochnachmittag ihren Rappen besteigt, kann Nadine Capellmann feiern – gleich, ob es im Prix St. Georges gut läuft oder nicht: Die 51-jährige Aachenerin reitet ihren 30. CHIO in Folge. „Ich freue mich darauf“, sagt Nadine Capellmann, die den erst achtjährigen Forpost vorstellen wird.

Und deren Ziele deutlich bescheidener als in früheren Jahren sind, als es für sie um den Sieg im „Großen Dressurpreis“ oder um die Tickets zu Olympia, WM oder EM gilt. „Wir wollen nur eine gute Leistung zeigen.“

Für das Paar ist es der erste gemeinsame Start, Capellmann ist als Lokalmatadorin mit einer Wildcard des Veranstalters unterwegs. Für sie eine neue Situation nach Jahren in der ersten Reihe. 2015 verkaufte sie ihr Top-Pferd Girasol an die Spanierin Morgan Barbancon, die die Fuchsstute beim CHIO vorstellt. „Im Frühjahr bin ich mit drei Pferden sechs bis acht Wochen Schritt geritten“, hatte die Dressurreiterin eine verletzungsbedingte Durststrecke.

Der CHIO ist 2016 erst ihr zweites Turnier. So bleibt mehr Zeit, die Konkurrenz unter die Lupe zu nehmen. „Wir haben in diesem Jahr eine Mannschaft wie es sie selten gibt. Alle vier können über 80 Prozent reiten“, ist Nadine Capellmann überzeugt.

Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte nach der Vize-Europameisterin Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados, Newcomer Sönke Rothenberger mit Cosmo, Dorothee Schneider mit Showtime und Isabell Werth mit Weihegold in die Aachen-Equipe berufen – alle mit besten Olympia-Chancen. „Mit dem Team holen wir in Rio Gold“, sagt Capellmann.

„Cosmo ist ein ganz tolles Pferd, er bringt alles mit. Bei ihm sieht alles so leicht, so schwungvoll aus, er erinnert mich an Farbenfroh in jungen Jahren“, zieht sie einen Vergleich zwischen dem Neunjährigen und ihrem früheren Top-Pferd, mit dem sie 2002 Doppel-Weltmeisterin wurde.

Den Ausfall von gleich zwei Pferden – Bella Rose und Don Johnson – könnte kein Reiter wegstecken, nur Isabell Werth, die mit Weihegold das nächste Pferd für Olympia führt. „Isabell reitet gewohnt brillant, sie hat einfach dieses Gefühl, bereitet die Pferde immer optimal vor“, zollt Capellmann der Kollegin Respekt. „Und Weihegold geht wunderbar gleichmäßig.“

Das Quartett startet am Donnerstag im Nationenpreis, dem Grand Prix. Die Konkurrenz um die Olympia-Tickets muss sich bereits Mittwochabend, 18 Uhr, im Grand Prix der CDI-Tour präsentieren. „Hubertus Schmidt war bei der DM nah an dem Quartett dran. Und Jessica von Bredow-Werndl hat auch Chancen, gefolgt von Anabell Balkenhol und Fabienne Lütkemeier“, stuft Nadine Capellmann die Verfolger ein. Ohne die Niederländer und die besten Briten dürfte der Kampf innerhalb des deutschen Kaders somit beim CHIO im Blickpunkt stehen.

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