Mronz spielt beim „Soerser Brunch“ die Olympia-Karte aus

Von: Wolfgang Schumacher
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Er will Olympia 2032 in NRW: Michael Mronz (re.), Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, erklärt im Interview mit Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, wie es um die Pläne steht, die Spiele bis in die Soers zu holen. Foto: Harald Krömer, Andreas Steindl
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Das Maskottchen unserer Zeitung, Karlo Clever, erfreut die Kinder.

Aachen. Olympia 2032 in NRW und die entsprechenden Reitdisziplinen in der Soers veranstalten zu lassen, diese Idee kommt aus Aachen. Genauer: von Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH und Vermarkter des Aachener CHIO.

Wie entschlossen er ist, sie durchzusetzen – und wie konkret es um seine Planungen für die Bewerbung steht, das hat er am Samstagmorgen im Rahmen des „Soerser Brunch“, der vom Zeitungsverlag Aachen (ZVA) traditionell rund um das Schützenheim in den Wiesen der Soers veranstaltet wird, noch einmal vorgestellt.

Im Interview mit dem Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Mathieu, legte Mronz dar, wie er sich die olympische Bewerbung des Landes NRW – und besonders des Aachener CHIO-Geländes – vorstellt. Er habe diesen Plan bereits mit dem neuen Ministerpräsidenten des Landes, dem Aachener CDU-Politiker Armin Laschet, erörtert und sei auf Wohlwollen gestoßen.

Auf die Frage Mathieus, welche Schritte konkret nötig seien antwortete Mronz: „Wir haben ein sehr detailliertes Planungspapier erstellt, die Vorbereitungen der Bewerbung werden übrigens bislang in Gänze privat finanziert.“

2025 soll die Entscheidung fallen

Mronz lobte NRW als ein Land, das „eine Vielzahl hochklassiger Sportstätten“ aufbieten und damit bei einem Zuschlag kostengünstige Spiele veranstalten könne. Zum Zeitplan sagte er, man warte noch auf mögliche neue Ausschreibungsmodalitäten der Spiele. Hier habe IOC-Präsident Thomas Bach Hoffnung auf Veränderungen gemacht, berichtete Mronz weiter. Letztlich müsse ein Konzept bis 2023 vorliegen, die Entscheidung werde dann voraussichtlich 2025 getroffen.

Auch der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) stünde einer solchen Bewerbung sehr positiv gegenüber, bestätigte Vereinspräsident Carl Meulenbergh im Gespräch mit Mathieu. Meulenbergh zog eine absolut positive Bilanz des CHIO 2017 und forderte für die Zukunft dringend mehr Platz für das Weltfest der Reiterei ein. Adressat hier ist die Stadt Aachen: „Wir wollen die Jugend verstärkt an die Reiterei und an das Turnier binden. Dafür brauchen wir mehr Platz“, schilderte Meulenbergh das Anliegen des ALRV. Im Weltvergleich werde in der Soers das international beste Turnier auf der kleinsten Anlage veranstaltet, stellte Meulenbergh klar. Ein Turnier, das sowohl die meisten Zuschauer anziehe, wie auch mit etwa 2,7 Millionen Euro die höchsten Preisgelder ausschütte.

Nah an der Strecke

Wer ansonsten am Morgen des vorletzten CHIO-Tages in den Liegestühlen dekorativ bespannt mit den Tageszeitungstiteln saß, hatte zweifellos eine gute Wahl getroffen.

Denn hier beim „Soerser Brunch“ waren auch 2017 wieder etwa 500 Gäste des ZVA zusammengekommen. Und sahen bereits bei der Vielseitigkeit am Morgen Spitzensport vom Feinsten. Das Erlebnis ganz nah an der Strecke, die dicht am Schützenheim vorbeiführt, wurde bereits mittags garniert mit dem Erfolg der deutschen Vielseitigkeits-Mannschaft beim Nationenpreis. Die Ausnahmesportlerin Ingrid Klimke holte sogar noch den Titel als Einzelreiterin.

Nicht weniger spannend und ebenso erfolgreich für die Deutschen war an diesem Tag dann das Gespann mit Christoph Sandmann an den Zügeln, der den Sieg der Hindernisfahrt der Kutschen nach Hause holte.

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