„Die Leute lieben ihren Soerser Sonntag“

Von: Verena Richter
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Herrliches Wetter, eine offene Zeltstadt, ein buntes Showprogramm und natürlich der freie Eintritt ziehen die Menschen zum Soerser Sonntag auf das Turniergelände des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Foto: Andreas Steindl
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Farbenfroh präsentiert sich der Soerser Sonntag beim CHIO Aachen 2016. Auch der Auftritt des Showteams aus Hesel kommt bei den 28 000 Zuschauern auf dem Turnierplatz gut an. Foto: Harald Krömer

Aachen. Strahlender Sonnenschein, kaum ein Wölkchen am Himmel, dazu eine laue Brise – der Sommer im diesjährigen CHIO-Partnerland Schweden könnte nicht schöner sein als das Wetter gestern beim Soerser Sonntag, dem Tag der offenen Tür beim Weltfest des Pferdesports.

Kein Wunder also, dass es zahlreiche Menschen auf das Areal des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) zog, um wieder CHIO-Luft zu schnuppern. 28.000 waren es, die bei freiem Eintritt über das Gelände flanierten, die Showdarbietungen genossen und die Zeltstadt erkundeten.

Ökumenischer Gottesdienst

Los ging es wie gewohnt mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von Pfarrer Olaf Popien und Pfarrer Franz-Josef Radler im Dressurstadion abgehalten wurde. Unterstützt von den Kaltblutfreunden Aachen und der Schaubildgruppe Lobberich sowie dem Nijmeegs Mannenkoor aus den Niederlanden wurde das Thema „Vom Korn zum Brot“ anschaulich und mit viel Liebe zum Detail dargestellt.

Die Geistlichen mahnten, auch die Dinge wertzuschätzen, die man eigentlich für selbstverständlich erachtet, wie etwa Brot. Doch Brot sei eben nicht selbstverständlich, da immer noch Millionen Menschen hungern würden.

Nach dem Gottesdienst startete dann das Show-Programm auf dem Abreiteplatz, das mit Auftritten unter anderem des Partnerlandes Schweden, Zirkusvorführungen und Pferdefußball zahlreiche Höhepunkte lieferte. Dazu gehörte auch die Darbietung zum Therapeutischen Reiten der Aachener Therapiehöfe, die von Elke Lindner vom Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten vorgestellt wurden. Der CHIO unterstützt die Arbeit des Kuratoriums seit vielen Jahren.

Zum Abreiteplatz hatte es auch Familie Müller aus Kohlscheid gezogen. „Weit hatten wir es nicht, einmal den Berensberg runter“, scherzte Tobias Müller, der wie die anderen schon häufig beim Soerser Sonntag zu Gast war. Einen besonderen Plan für den Tag hatte sich die Familie nicht gemacht, sie wollte ein bisschen herumlaufen und die Stimmung sowie das Wetter genießen, erklärte Marina Müller.

„Das ist ja endlich mal gut“, meinte die junge Frau, die vermutlich einen der jüngsten Besucher des Tages mitgebracht hatte, Söhnchen Elias, drei Wochen jung, der gut geschützt vor der Sonne im Kinderwagen schlummerte. Denn wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Und so war jeder gut beraten, der angesichts der Temperaturen mit Sonnencreme und Hut vorgesorgt hatte.

Sanitäter haben mehr zu tun

Trotzdem hatten die Sanitäter wegen der Hitze bei diesem Soerser Sonntag ein paar Einsätze mehr als sonst, aber alles sei im Rahmen geblieben, erklärte Pressesprecher Niels Knippertz am Ende des Tages zufrieden. Ohnehin sei man beim Veranstalter ALRV sehr zufrieden mit den ersten Turniertagen, der CHIO läuft immerhin schon seit Freitag.

Nachdem der Tag der offenen Tür im vergangenen Jahr bei der Reit-EM auf einen Dienstag verlegt werden musste, seien die Besucher sehr froh, dass er in diesem Jahr wieder wie gewohnt stattgefunden habe, resümierte Turnierdirektor Frank Kemperman. „Das haben die Leute schon vermisst“, sagte der Niederländer, „sie lieben ihren Soerser Sonntag.“ Egal, ob bei Regen oder Sonnenschein.

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