Dänemark für Anabel Balkenhol ein Stück näher gerückt

Von: Helga Raue
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Ein perfektes Paar: Helen Langehanenberg und Damon Hill führten die deutsche Equipe mit 81,128 Prozent zum Sieg im Nationenpreis. Foto: Thomas Rubel

Anabel Balkenhol ist die eigentliche Gewinnerin: Beherzt griff die 41-Jährige an, forcierte und wurde belohnt. 77,043 Prozent riefen die Richter gestern im Grand Prix für die Rosendahlerin und Dablino auf – das bedeutete Platz zwei hinter Top-Favoritin Helen Langehanenberg (Havixbeck/81,128) und Damon Hill – und Platz 2 im innerdeutschen Duell.

Denn Isabell Werth (Rheinberg/73,979) wurde auf Don Johnson Siebte. Gemeinsam gewannen die drei Amazonen und der 23-jährige Equipe-Neuling Fabienne Lütkemeier (Paderborn/71,830) den Dressur-Nationenpreis klar mit 232,150 Prozent vor Dänemark (223,043) und den USA (217,298).

„Ich wollte einfach nur gut reiten, präzise und fehlerlos sein. Das ist mir gelungen, und ich konnte Dablinos Qualität zeigen“, blieb Anabel Balkenhol betont sachlich, wohl wissend, dass diese schöne Runde sie Dänemark ein Stück näher brachte. Deutlich enthusiastischer war Bundestrainerin Monica Theodorescu: „Dablino war eine Überraschung – und eigentlich auch nicht, denn wir wissen, was dieses Pferd kann. Aber ich freue mich sehr, dass Anabel das diesmal so im Viereck zeigte. Ich bin glücklich, weil wir alle so an dieses wundervolle Pferd glauben.“

Schon bei der DM in Balve hatte sich der Fuchs verbessert gegenüber 2012 gezeigt. Im Grand Prix war die Tochter des früheren Bundestrainers Klaus Balkenhol noch auf Sicherheit geritten, aber den „Spécial fand ich schon ziemlich spektakulär“, freut sich die 41-Jährige auf den morgigen Spécial in Aachen. „Der liegt Dablino, weil das so eine fließende Prüfung ist, da kann er seine Stärken wie in den Trabverstärkungen und den Übergängen richtig ausspielen.“

DM-Bronze hatte es in Balve dafür gegeben, nur in der Kür lief es mit Rang sechs nicht wie erhofft. „Da war Dablino angeknipst, und die Zweierwechsel auf der Zirkellinie glückten nicht ganz. Ich hoffe, dass ich hier fehlerlos bleibe.“ Was zweifellos ein EM-Ticket bedeuten würde.

Theodorescus erste Zwischenbilanz als Bundestrainerin in Aachen fiel zufrieden aus: „Damon Hill war topfit, ging präzise und elastisch“, gab es Lob für Helen Lange-hanenberg. „Stolz bin ich auch auf Fabi, wie sie sich und ihr Pferde D‘Agostino präsentiert hat, auch wenn es kleine Fehler gab.“

Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung verhinderte eine bessere Platzierung von Isabell Werth. „Wir hatten ein Zeitproblem in der Vorbereitung. Da denkt man, man hat so viel Erfahrung, dass das nicht passieren kann. Das müssen wir noch lernen“, gestand Theodorescu unter dem Gelächter ihrer Reiter. „Ich hatte die Uhr nicht im Auge, da noch vier statt wie gedacht drei Reiter vor mir starteten, waren wir zehn Minuten zu früh fertig, und Don Johnson war etwas über den Punkt“, konkretisierte Werth das Problem grinsend.

Auf „den Punkt“ war dagegen Damon Hill bereit. „Er war sehr frisch, es war ein tolles Gefühl, ihn zu reiten. Ich hatte richtig Spaß, und ich denke, er auch“, belastet Langehanenberg und ihren Hengst die Favoritenbürde sichtlich nicht.

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