Aachen - Großes Adieu vor einer Trennung auf Zeit

Großes Adieu vor einer Trennung auf Zeit

Von: Nicola Gottfroh
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Auf Wiedersehen, wir sehen uns
Auf Wiedersehen, wir sehen uns wieder im nächsten Jahr: Mit wehenden Taschentüchern sagten 40 000 begeisterte Pfrerdesportfans ihren Idolen Adieu. Foto: Harald Krömer

Aachen. Auch das schönste Turnier findet irgendwann einmal ein Ende. Und nach zehn Tagen voller Glanz in der Soers, zehn Tagen, an denen 363.000 Reitsport-Fans ihre Fußabdrücke im Gelände hinterlassen haben, endete am Sonntag das Weltfest des Pferdesports. Jetzt werden die Zelte wieder abgerissen, für ein Jahr kehrt Ruhe ein in der Soers.

Doch verließen Reiter und Rosse, die Protagonisten des Großevents, ihre große Bühne nicht, bevor sie sich nicht auf traditionelle Weise beim „Abschied der Nationen” von Aachen verabschiedet hatten. Und dieses Adieu war wie in jedem Jahr fulminant. Mehr als 40.000 Reitsportfans sagten ihren Idolen mit wehenden Taschentüchern „Auf wiedersehen”.

Große Emotionen

„Auch wenn regelmäßigen CHIO-Besuchern diese Zeremonie seit Jahr und Tag bekannt ist, sie ruft bei den meisten jedes Jahr aufs Neue große Emotionen und ein echtes Gänsehaut-Gefühl hervor”, sagte ein Besucherin, die seit 25 Jahren kein CHIO verpasst hat. Und auch in diesem Jahr prickelte auf ihren Armen eine Gänsehaut, als eine Nation nach der anderen, angeführt von den Aachener Stadtreitern, mit wehenden Fahnen ins Hauptstadion einritt und mit der jeweiligen Nationalhymne und Abschiedsworten in Landessprache verabschiedet wurde.

Und nicht nur die Zuschauer, auch die Sportler schienen dieses Spektakel über die Maße zu genießen. Denn während sich die Sonne bei dem dreiviertelstündigen Spektakel nur gelegentlich einen Weg durch die Wolkendecke bahnte, strahlten die Augen glorreichen Sieger strahlten dafür umso mehr. Allen voran die Janne-Frederike Meyers, die nur Minuten vor dem Abschied den bislang größten Triumph ihrer Karriere, den großen Preis von Aachen, eingefahren und das Publikum restlos begeistert hatte.

Um so begeisterter fiel auch der Applaus für die junge Reiterin aus, als das Finale des CHIO in die Zielgerade ging: Zu den Klängen „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus”, drehte die Sportler alle gemeinsam ihre Runde durch das Stadion und schienen das Stadion gar nicht mehr verlassen zu wollen. Kein Wunder, immerhin sagten 40.000 Zuschauer und CHIO-Maskottchen Karli mit schwenkenden Taschentüchern „Tschüss”. Selbst die Richter und Stadionsprecher auf dem Richterturm hatten die Fenster geöffnet und schwenkten weißen Stoff von hoch oben.

Und auch die Reiter griffen zu den Taschentüchern, feierten das „weltbeste Publikum”, für das Aachen bekannt ist, aber verdientermaßen auch sich selbst und die eigenen Erfolge. Schließlich aber, nach so mancher Ehrenrunde durch das riesige Stadion, mussten dann auch die letzten die Bühne verlassen und zum Städtele hinaus. Aber das nächste Weltfest des Pferdesports liegt ja nur noch ein Jahr entfernt, dann ist die große CHIO-Familie, die sich am Sonntag kaum trennen wollte, wieder zehn Tage lang vereint.
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