Gänsehaut beim Frank-Sinatra-Medley

Von: Sabine Rother
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Aachen. Renate Dahmen ist zuversichtlich. „Pferde sind unglaublich musikalisch, und sie merken sich sehr gut, was man mit ihnen zur Musik einübt”, betont die Dressurreiterin und Choreographin, die auch in diesem Jahr wieder maßgeblich am Gelingen einer musikalisch-sportlichen „Perle” im Rahmenprogramm des CHIO beteiligt ist.

„Pferd & Sinfonie” - zum fünften Mal arbeitet das Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch beim Reitturnier auf der Bühne unter freiem Himmel im Deutsche Bank Stadion während sich im großen Rechteck märchenhafte Schaubilder mit Stars des Pferdesports, quirligen Kindern und zahlreichen artistisch begabten Akteuren entfalten.

Der große Abend beginnt am Samstag, 27. Juni, um 20.30 Uhr. „Diese Veranstaltung ist für uns nun schon Tradition”, freut sich Vorstandsvorsitzender und Turnierdirektor Frank Kemperman. „Künstler, Musik und Pferdesport, was kann es Schöneres geben.”

Stolz ist er auf Stars des Reitsports, die ihr Mitwirken zugesagt haben. So ist erstmals Ingrid Klimke, Olympiasiegerin im Team Vielseitigkeit (Hongkong) hoch zu Ross dabei. Sie wird sich hier an der komplizierten Springquadrille beteiligen. „Das wird spannend und ich freue mich riesig”, gesteht sie in Aachen. „Das müssen wir aber noch kräftig üben.”

Für die Choreographin ist es eine große Herausforderung, das Musikprogramm von Marcus R. Bosch umzusetzen. „In diesem Jahr wird es bei uns einen Rekord geben”, verspricht der Generalmusikdirektor, der über 50 Hufschmiede (es könnten noch mehr werden!) nach Aachen holen wird, um der „Amboß-Polka”, einer Komposition von Albert Porlaw, beim richtigen Rhythmus den notwendigen metallenen Klang zu verleihen.

Mit jetzt bereits 60 Prozent gut verkaufter Karten für „Pferd & Sinfonie” ist das Ereignis, zu dem Bosch persönlich die Idee nach Aachen mitgebracht hat, bereits ein Publikumsmagnet. „Das macht uns stolz”, sagt er offen und verspricht: „Wer eine Karte von ,Pferd & Sinfonie´ vorweisen kann, erhält zehn Prozent bei allen Konzerten von Kurpark Classix im August.” Noch ein schöner Aspekt zu den Finanzen: Je drei Euro pro Eintrittskarte fließen dem Kinderhilfswerk Unicef zu.

Für das Reiter-Event ist der musikalische Bogen weit gespannt - man traut sich eine ganze Menge im Klangraum zwischen Klassik, Rock und Gospel. Es erklingt unter anderem Rossinis flotte Ouvertüre zu „Wilhelm Tell” sowie die tiefgründige „Jazzsuite” von Schostakowitsch. Bei „Nessun dormo”, der berühmten Arie aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot”, freut sich Bosch auf den „CHIO-Chor”: „Alle 4500 Zuschauer können mitwirken, das proben wir kurz vorher ein bisschen”, verspricht er. Vom „Walkürenritt” bis zum James-Bond-Medley und dem Tom-Jones-Hit „Sexbomb” wird allerhand von Orchester und Reitern verlangt.

Neben Starreiterin Ingrid Klimke sind übrigens gleichfalls Größen wie Voltigier-Weltmeister Kai Vorberg und die Aachener Dressurreiterin Jana Kun dabei. Was die passionierte Reiterin Renate Dahmen besonders bewegt: „Beim Frank-Sinatra-Medley werde ich zwar ganz schön ins Schwitzen kommen, aber ich habe trotzdem Gänsehaut...”
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