Aachen - Es geht rund in der Soers, bevor es richtig losgeht

Es geht rund in der Soers, bevor es richtig losgeht

Von: Thorsten Karbach
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Ganz nah dran am Turniergesche
Ganz nah dran am Turniergeschehen: Das AZ-Team - die Moderatoren Robert Esser und Manfred Kutsch (sitzend von links) und die Autoren Thorsten Karbach und Stephan Mohne (stehend von links) - wird jeden Tag mit spannenden Gesprächen, Reportagen und allen Neuigkeiten durch den CHIO führen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Noch bevor es so richtig losgeht in der Soers, geht es beim CHIO buchstäblich rund - an der Longe. Denn während die Hindernisse für die Springreiter noch im Depot auf ihren Einsatz warten, im Ladendorf Laster und Lieferwagen die Ware vorfahren und in der Luxuskulisse des VIP-Zeltes das Mobiliar aufgebaut wird, gehen die Voltigierwettbewerbe über die etwas kleinere Bühne der Albert-Vahle-Halle.

Die Voltigierer sind längst mehr als ein dezenter Aufgalopp für das Weltfest des Pferdesports. Die Wettbewerbe am Samstag und Sonntag sind längst ausverkauft. Die Mischung aus Turnkunst auf dem Pferderücken, poppiger Musik und finalen Jubelstürmen hat auch in Aachen viele Freunde gewonnen. Doch mangels Platz für Pferd und Mensch lassen sich die Voltigierer kaum anders in das Programm einbinden. Und so bleibt der Zeitplan, wie er sich bewährt hat. Erst wird voltigiert, dann stellt sich der CHIO auf dem Marktplatz den Aachenern vor (Montag, 19 Uhr), dann wird offiziell das Turnier eröffnet (Dienstag, 17 Uhr). Und dazwischen ist Soerser Sonntag, dieses große Volksfest bei freiem Eintritt.

Die Pferde sind in der Stadt und bieten wieder allerhand Gesprächsstoff. Vor allem auf der Bühne der Aachener Zeitung im Ladendorf - direkt neben der Haupttribüne am Einritt ins Springstadion. Ab Samstag wird unser Redakteur Robert Esser dort spannende Gäste begrüßen, die von Pferden, Sport und so vielem mehr berichten werden. Darüber hinaus sind 30 Interviews im Spring- und vier im Dressurstadion bei Redakteur Manfred Kutsch geplant.

Das Programm am Soerser Sonntag beginnt auf der AZ-Bühne um 12 Uhr. Erwartet werden anschließend unter anderem die Volleyballerinnen von Alemannia Aachen (12.45 Uhr), ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (13.05 Uhr), Turnierdirektor Frank Kemperman und der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH Michael Mronz (14.05 Uhr). Bis etwa 17 Uhr wird getalkt, außerdem gibt es ab dem Soerser Sonntag während der Turnierwoche ein tägliches Gewinnspiel. Die Antwort auf die Frage des Tages wird immer im Spätnachmitag gegeben und der Gewinner gekürt. Es winken attraktive Preise.

Apropos Gewinner - die gibt es beim CHIO jedes Jahr in stattlicher Zahl in den Stadien. In diesem Jahr gibt es solche schon, noch bevor das erste Pferd am Freitagmorgen den ersten Voltigierer auf den Rücken nahm. Denn in einer mehr als bemerkenswerten Aktion helfen Aachener Kinder Aachener Kindern. Die Initiative heißt „Aachen hilft”, und hinter ihr stecken der Aachener Musikproduzent Frank Stumvoll und Projektleiter Jörg Krupp, die mit 20 Kindern aus der Region den Song „Hey Ya” aufgenommen haben. Die CD mit einer zusätzlichen Mitsingversion des Liedes gibt es auf dem CHIO unter anderem an allen Merchandisingständen für 5 Euro. Der Erlös ist für das therapeutische Reiten am Lohner Hof bestimmt. Der pflegt eine enge Partnerschaft zum ALRV. Das Pferd, auf dessen Rücken der kleine Simon ein paar Runden durch das Dressurstadion dreht, während den sprichwörtlichen Steinwurf entfernt die Voltigierer aus Österreich zu Bon-Jovi-Musik kreisen, wurde dem Lohner Hof vom ALRV geschenkt. Das Fjordpferd heißt übrigens „CHIO”.

Der ALRV unterstützt das Projekt also nach Kräften. „Kinder passen zum CHIO, Musik gehört zum CHIO und therapeutisches Reiten fördern wir - alles passt wunderbar”, kommentiert Turnierdirektor Frank Kemperman. Der Song wird immer wieder über die Lautsprecheranlagen im Stadion verbreitet, damit die 5000 gepressten Exemplare so schnell wie möglich verkauft werden. Am Samstag, 16. Juli, werden die singenden Kinder zudem um 15.15 Uhr im Hauptstadion auftreten. Schon am Soerser Sonntag werden sie aber auf der AZ-Bühne im Ladendorf stehen (13.45 Uhr). Das klingt gut - nicht nur für die Macher hinter der Initiative. „Wir wollen gute Stimmung verbreiten - der Song hat aber auch einen CHIO-Bezug. Und wir wollen helfen”, sagt Stumvoll. Bei einer ähnlichen Aktion im Advent wurden 13 000 Euro für die AZ-Aktion „Menschen helfen Menschen” und „breakfast4kids” gespendet. Nun gewinnt der Lohner Hof mit den singenden Kindern. In der Albert-Vahle-Halle endet in diesem Moment die Musik, das Team Österreich steigt ab, und auf den Tribünen brandet Jubel auf. Der CHIO hat begonnen.

Der Soerser Sonntag lockt mit Sport und Show

Das offizielle Programm des Soerser Sonntags beginnt mit einem Ökumenischen Gottesdienst um 11.30 Uhr im Dressurstadion. Die eigentliche Eröffnung ist um 12.45 Uhr mit Kutschgespann, Aachener Stadtreitern und dem mittlerweile traditionellen Fassanstich im Fahrstadion.

Im Fahrstadion geht es anschließend um Sieg und Niederlage. Denn dann kämpfen Springreiter aus Asien und Osteuropa in zwei Umläufen um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London. Der erste Umlauf startet um 13, der zweite um 15.30 Uhr.

Auf dem Bereithalteplatz vor der Reitertribüne wird das Rahmenprogramm mit einem historischen Feuerwehrwagen um 14.55 Uhr eröffnet. Es folgt eine sogenannte Agilityshow, ein Springen zwischen Deutschland und Italien (15 Uhr), eine Falkenshow der Greifvogelstation Hellenthal (15.15 Uhr) und eine Stuntshow des Teams Offroad Kjörer (15.25 Uhr). Außerdem werden rund um das Ladendorf Ponyreiten, die Pferdetram und Zirkus geboten. In den Ladenstraßen sind die Zelte geöffnet, Handwerker präsentieren ihre Arbeit vor der Tribüne. Der Eintritt am Sonntag ist frei.

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