Einer ist noch schneller als Ulrich

Von: rom
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Hinein ins nasse Vergnügen: Der Schweizer Werner Ulrich steuert sein Gespann beim Tank & Rast-Preis durch den Wassergraben. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Nein, da half dann auch seine jugendliche Schnelligkeit nicht mehr, um bei der kombinierten Spring- und Fahrprüfung Tank & Rast im Sprint zur Kutsche die beiden Patzer an den Hindernissen wieder wettzumachen: Thomas Weinberg gab zwar richtig „Gummi”, als er seinen Escobar abgestellt hatte, um zum Gefährt seines Partners Christoph Sandmann zu rennen.

Doch die acht Sekunden Strafzeit für die beiden Abwürfe waren nicht mehr aufzuholen. Weinberg und Sandmann beendeten den Wettbewerb der acht Paare aus Springreiter und Gespannfahrer auf dem sechsten Platz und ließen immerhin noch zwei Paare, die ohne Strafzeiten durchgekommen waren, hinter sich.

Die eigentliche Entscheidung spielte sich in ganz anderen zeitlichen Dimensionen ab, und zum Ende und Höhepunkt des Wettbewerbs war der Sieger des Vorjahres auch der aktuelle Gewinner. Auch wenn es bis zur finalen Runde von Ijsbrand Chardon dauerte, bis die Siegeshoffnungen des Schweizer Paares Pius Schwizer auf Graciella und Werner Ulrich an den Zügeln zunichte gemacht waren.

Die Top-Zeit von 129,89 Sekunden hatten die Eidgenossen vorgelegt. Doch dann kam der niederländische Großmeister, der die entscheidenden Sekundenbruchteile herausfuhr, nachdem sein Reitpartner Piet Raijmakers einen fehlerfreien Ritt vorgelegt hatte. Und Chardon entschied die rasende Fahrt mit einem Vorsprung von nur 1,23 Sekunden für sich.

19 Paare bleiben fehlerlos

Während bei den ungleichen Paaren noch der Spaß mit Vordergrund gestanden hatte, wurde es beim RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen für die 54 Teilnehmer richtig ernst. Schließlich konnte die Spitzengruppe nach dem Stechen noch einen der raren Startplätze für den Preis der AachenMünchener am Samstag ergattern. Doch hatten die Parcourstüftler die Latte für die 13 Hindernisse und die 590 Meter lange Distanz nicht hoch genug gelegt: Immerhin 19 Paare blieben fehlerlos, als der Nationenpreis-Gewinner Roger Yves Bost als letzter Starter den Umlauf abschloss - und das mit einem spektakulären Sturz am finalen Hindernis. „Er ist wahrlich hart im Nehmen”, meinte der Stadionsprecher anerkennend, als Bost sich wieder aufgerappelt hatte.

Pius Schwizer war das Kunststück gelungen, die Angelegenheit noch spannender zu gestalten als zuvor René Tebbel: Während Tebbel drei Hundertstel unter der vorgegebenen Zeit von 89 Sekunden blieb, schaffte der Schweizer das Kunststück, das Zeitlimit exakt zu treffen. Nicht dabei: Meredith Michaels-Beerbaum, die auf Bella Donna mit einem Abwurf reinkam, und Marcus Ehning (Copin van de Broy), der sich eine Unachtsamkeit leistete und ebenfalls riss.


Im Stechen war dann das Zeitlimit auf 62 Sekunden runtergeschraubt; und die Schweizerin Janika Sprunger unterbot bereits als zweite Starterin die 50-Sekunden-Grenze. Eine hervorragende Zeit, die erst Steve Guerdat als elfter Starter unterbieten konnte. Aber die Zeit von 47,52 verwundert auch nicht: Schließlich heißt der Wallach des Schweizers Ferrari.

Zweimal noch wurde die Guerdat-Zeit angekratzt - Hans-Dieter Dreher (Embassy) ritt eine Zeit von 48,62, Laura Kraut (Cedric) kam auf 49,36. Doch wer will einen Ferrari schlagen?


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