Aachen - Dubbeldam ist ehrgeiziger Dauergast in der Soers

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Dubbeldam ist ehrgeiziger Dauergast in der Soers

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
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Ein Routinier in Aachen: Auch der amtierende Weltmeister Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden mag das Turnier in der Soers. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Jeroen Dubbeldam ist ein alter Hase, das darf man so sagen, zumindest was den Reitsport angeht. Dubbeldam, 42, hat schon ein paar Pferde geritten, schon einige Sättel verschlissen, schon ziemlich viele Hindernisse überwunden. Und wer so lange dabei ist wie der Niederländer, der hört eben irgendwann einmal mit dem Zählen auf.

„Puuuh“, sagt der Springreiter, als er gefragt wird, wie oft der denn eigentlich schon in Aachen gestartet sei, „das weiß ich gar nicht mehr so genau“. Dubbeldam runzelt kurz die Stirn, dann findet er doch noch eine passende Antwort: „Schon oft“, sagt er und lacht.

Ein alter Hase, ja, aber einer, der noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Es ist schon 15 Jahre her, dass Dubbeldam seinen ersten großen internationalen Titel gewann, zur Weltspitze zählt er heute aber immer noch. Im Jahr 2000 gewann der Niederländer auf De Sjiem Olympia-Gold in Sydney, und auch danach hatte Dubbeldam noch oft Grund zum Feiern. Ein Jahr nach dem Olympiasieg gewann er den Großen Preis von Aachen, 2006 wurde er an gleicher Stätte Weltmeister mit der niederländischen Mannschaft. Im vergangenen Jahr ließ er die nächsten Triumphe folgen: Bei den Weltreiterspielen im französischen Caen holte er sich die Titel im Einzel und mit dem Team.

Das „Weltfest des Pferdesports“ ist für den amtierenden Doppel-Weltmeister einer der Höhepunkte in diesem Jahr, „ich bin sehr gerne in Aachen“. Das mag ein bisschen mit der Nähe zu seinem Heimatland zu tun haben, vielmehr aber mit der Veranstaltung selbst. „Es gibt kein anderes Turnier auf der Welt, das so ist wie Aachen“, sagt Dubbeldam. „Die Kulisse, das Publikum, das Teilnehmerfeld – das ist immer etwas Besonderes.“ Das gelte auch für das kurze Turnier in diesem Jahr, die Weltspitze sei ja trotzdem am Start. „Nur das Gefühl ist ein bisschen anders“, sagt er. „Beim CHIO ist man mit dem Nationalteam zusammen, jetzt ist man eher Einzelgänger.“

Die Springen am Freitag und Samstag waren für Dubbeldam eher ein lockerer Aufgalopp, sein Fokus liegt auf dem Großen Preis von Aachen am Sonntag, „klar, dafür sind ja alle hier“, sagt er. Das Teilnehmerfeld sei sehr stark, „es gibt nicht nur einen Favoriten“, sagt er, „es gibt 40“. Alle Reiter, die am Start sind, hätten schon beeindruckende Leistungen gezeigt – „sonst wären sie ja nicht hier“. Dubbeldam rechnet sich trotzdem Chancen aus, natürlich würde er den Großen Preis nach nun 14Jahren gerne noch einmal gewinnen, er wird dafür sein Top-Pferd Zenith satteln.

Es soll der erste ganz große Erfolg in diesem Jahr werden, und gleichzeitig ein Probelauf für die Europameisterschaft im August. Jeroen Dubbeldam will dann wieder vorne mitmischen, „Titel sind für mich immer Ziele“, sagt er. Und dafür reist der alte Hase natürlich gerne wieder nach Aachen.

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