Aachen - Dressurreiter Thomas Wagner: Etwas schüchtern in den Piaffen

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Dressurreiter Thomas Wagner: Etwas schüchtern in den Piaffen

Von: Helga Raue
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Nicht ganz zufrieden: Thomas Wagner und Amoricello landen auf Platz 14 im Grand Prix. Foto: Thomas Rubel

Aachen. „Beim zweiten Mal ist es genauso aufregend wie beim ersten Mal. Aachen ist einfach ein tolles Erlebnis.“ Thomas Wagner strahlt. Für den 33-Jährigen ist der Start beim Aachener Reitturnier längst nicht so selbstverständlich wie für Isabell Werth und Co.

2014 hatte der Berufsreiter erstmals eine Startgenehmigung von Bundestrainerin Monica Theodorescu erhalten, wurde im Sommer auch in den deutschen B-Kader der Dressurreiter berufen. Anno 2015 ist er wieder dabei und darf am Sonntag im „Großen Dressurpreis von Aachen“ seine Kür auf Amoricello zu fetziger Musik aus den 80- und 90er Jahren zeigen.

„Wenn er so gegangen wäre wie auf dem Abreiteplatz, wäre es toll gelaufen“, kommentiert der 33-jährige Berufsreiter aus Bad Homburg seinen mit 69,640 Prozentpunkten bewerteten Ritt im Grand Prix, der ihn auf Platz 14 und damit in die Kür am Sonntag brachte. „Eigentlich hat Amoricello ganz gut begonnen, aber in den Piaffen war er etwas schüchtern. Im Galopp haben wir dann einiges wieder aufgeholt.“ Mit dem inzwischen 13-jährigen Hannoveraner war Wagner vor zwei Jahren Berufsreiterchampion geworden, „ich habe ihn dreijährig gekauft und selbst ausgebildet“, unterstreicht der Dressurreiter mit berechtigtem Stolz. Nach einem halben Jahr in den USA machte Wagner sich 2005 auf dem Kronenhof in Bad Homburg selbstständig. Mit Very Keen, den er 2014 in Aachen sattelte, gelang ihm der Sprung auf internationales Parkett. Very Keen und Amoricello sollen in zwei Wochen in Balve bei der Deutschen Meisterschaft an den Start gehen.

Dort wird Wagner auf die deutsche Elite treffen, darunter auch Isabell Werth. Die 45-Jährige ritt am Samstag einmal mehr zum Sieg, ist damit am Sonntag die Favoritin. Mit 76,300 Punkten siegte sie auf Don Johnson knapp vor der Schwedin Tinne Vilhemson Silvén (75,928) auf Don Aurelio. Die Überraschung war Sönke Rothenberger (Bad Homburg): Der 20-jährige Deutsche Meister der Jungen Reiter ritt auf Favourit mit 72,180 auf Platz 4. Enttäuschend endete der Grand Prix für Lokalmatadorin Nadine Capellmann: Girasol galoppierte vor der ersten Verstärkung an, machte ein paar kleine Fehler, doch obwohl der Ritt nach hinten raus besser wurde, gab es nur 68,480 Punkte und Platz 16.

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