Dressur auf dem Tivoli? Der ALRV-Präsident ist skeptisch

Von: Wolfgang Schumacher
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ALRV-Prädident Carl Meulenber
ALRV-Prädident Carl Meulenbergh (rechts) hofft im Gespräch mit Achim Kaiser auf eine Lösung der Platzproblematik in der Soers bis zu den Reit-Europameisterschaften im Jahr 2015. Foto: Harald Krömer

Aachen. Carl Meulenbergh genießt den CHIO 2012 in vollen Zügen. Seit zwei Jahren ist der ehemalige Landrat des Kreises Aachen Präseident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Und als solcher war er am Donnerstag einer von vielen, vielen Gästen auf der Bühne im AN-Medienzentrum mitten in der Soers.

„Ich sehe heute viel mehr vom Turnier als früher”, verglich der gut gelaunte Präsident im Gespräch mit Moderator Achim Kaiser seine aktuelle Aufgabe mit der Zeit, als er als Landrat in der Soers zu Gast war. „In den ersten Tagen waren mehr Leute hier als im vergangenen Jahr”, zog er zudem eine erste positive Bilanz. Weniger positiv empfindet Meulenbergh die Platzproblematik in der Soers mit Blick auf die Reit-Europameisterschaften 2015. „Wir sind in guten Gesprächen mit der Stadt, die Beigeordnete Gisela Nacken und Oberbürgermeister Marcel Philipp sind dabei sehr hilfreich”, meinte der Präsident. Aber einen echten Durchbruch gebe es noch nicht. „Die Kuh ist noch nicht vom Eis”, so Meulenbergh. Dabei sei es eine tolle Sache, dass Deuschland „nach 45 Jahren im Springen und nach 33 Jahren in der Dressur” wieder eine Europameisterschaft habe, und das in fünf Disziplinen.

Ob nicht auch der Tivoli in unmittelbarer Nachbarschaft beispielsweise für die boomenden Dressurprüfungen verwendbar sei, schlug Moderator Kaiser vor. Das müsse geprüft werden, sei aber wohl kaum möglich, hielt sich Meulenbergh eher bedeckt. Direkt im Anschluss bot Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer offen Hilfe an. „Wir werden das auf alle Fälle gründlich prüfen. Die Frage ist, ob die unter dem Rasen befindliche Heizung die Belastungen des Pferdesports aushält.”

CHIO-Gast Kraemer zeigte sich erneut beeindruckt: „Dieses Jahr ist es hier wieder größer geworden, ein einmaliges Ambiente”. Dann aber ging es auch um die „neue” Alemannia. Der Geschäftsführer erinnerte an die Stunde null nach dem Abstieg aus der zweiten Liga. „Wir hatten plötzlich keinen Sportdirektor und keine Mannschaft mehr.” Hinzu seien die finanziellen Probleme gekommen. Doch inzwischen gehe es wieder aufwärts: „Wir habe mit Sportdirktor Uwe Scherr einen guten Griff getan”, ist Kraemer überzeugt.

Ein dickes Lob gibt es für die Fans, die bereits 5500 Dauerkarten geordert haben. Nach dem Saissonstart in Bielefeld und dem ersten Heimspiel gegen Burghausen sei schon eine erste Standdortbestimmung möglich. Kraemer ist überzeugt, „dass die Mannschaft ganz oben mitspielt”.

Auch am Freitag geben sich wieder viele Gäste bei den „Nachrichten” das Mikro in die Hand. Und beim abschließenden CHIO-Talk fasst unsere Redakteurin Helga Raue ab 19 Uhr wieder die sportlichen Höhepunkte des Tages zusammen.



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