Der Erfolgsgarant: Ein bisschen Lockerheit

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
Nino Danielli (links) sorgte n
Nino Danielli (links) sorgte nicht nur mit dem Saxophon für Stimmung rund ums Medienzentrum . Mit zumeist italienischen Evergreens sang er sich in die Herzen der weiblichen Zuschauer. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das neue, zweistöckige Medienzentrum des Zeitungsverlages Aachen nahe dem Richterturm hat am Soerser Sonntag seine Feuerprobe mit Bravour bestanden. Das Moderatoren-Duo der „Nachrichten”, Martina Rippholz und Achim Kaiser, erwartete im Wechsel mit den Kollegen der AZ hochkarätige Gäste im Minutentakt als Gesprächspartner.

Sie alle - vom Städteregionsrat Helmut Etschenberg bis zum Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp - kamen gerne und standen vor zahlreichem Publikum Rede und Antwort. Zwischen den politischen Themen war immer wieder für eine Basisinformation gesorgt. Wie etwa Wettermann Paul Gerhards. Er sagte wie bereits die Jahre vorher ziemlich exakt die kapriolen der bekanntlich unsteten Öcher Witterung voraus.

Noch bei sattem Sonnenschein am Mittag dämpfte der Wettermann die allzu optimistischen Erwartungen und sagte für den Nachmittag bereist einzelne Regentropfen voraus. Er behielt recht. Aber was sind ein paar Tröpfchen schon für in sintflutartigen Regenfällen gestählte Öcher CHIO-Besuchern? Nichts. Die Tage Montag und Dienstag seien freundlich, bekundete Gerhards. Dies zwar mit ein paar Wolken, aber schön werde es. Doch ab Mittwoch drohe Ungemach, da soll es regnen, CHIO-Wetter eben.

Einfach international

Zwischen den Interviews der Kommunalpolitiker hatten führende Verantwortliche für kulturelle Projekte in der Region das Wort und damit die Gelegenheit, ihre Vorhaben vorzustellen. So wies die Kulturbeauftragte der Städteregion, Nina Mika-Helfmeier, auf hochkarätige Events wie beispielsweise die Ausstellung des weltbekannten niederländischen Fotografen Anton Corbijn mit seinen Portraits berühmter Musiker, Schriftseller und Schauspieler im Monschauer Kulturzentrum am 23. Juli hin. Wie sie es immer wieder schaffe, Leute zu bekommen, die ansonsten nur in globalen Zentren wie New York oder Amsterdam austellen würden, wollte Moderatorin Rippholz wissen.

Mika-Helfmeier hielt eine erstaunliche Antwort bereit: „Wir machen das seit 19 Jahren. Und prominente Künstler kennen unsere Arbeit. Sie besuchen uns gerne”. Ihr großes Ziel für 2012: „Die Ärzte” sollen in der Region ein Konzert geben. Ebenso international ist die Arbeit des städtischen Pendants, dem Veranstaltungsmanager der Stadt Aachen, Rick Takvorian, ausgerichtet. Der gebürtige Amerikaner machte den Mund wässrig für das kommene September Special. Er warb inbesondere für das Programm im Hof. Mit einem neuen musiklalischen Angebot geht der Musiker selbst unters Volk. In sein mobiles „Cáfe Rick” lädt er Musiker zur Improvisation ein, Ort und Zeit sind variabel gehalten. Aus der Zusammenarbeit mit der Rocklegende Peter Gabriel bleibe ein „Sonderprojekt” mit seinem Gitarristen David Roads, erklärte Takvorian. Mit ihm will er Aufführungen in Aachen, Heerlen und Maastricht veranstalten, Roads improvisiert und ein bildender Künstler malt dazu.

Die Fahne des freien Theaters in Aachen hielt Intendant Tom Hirtz hoch. Das Das Da-Theater, das Hirtz seit 25 Jahren führt, biete 2012 wieder das bekannt vielseitige Programm zwischen Kindertheater und Othello auf der Burg Frankenberg. Ein Schlüssel zum Erfolg sei, so Hirtz mit einem Blick auf die gegen Japan ausgeschiedene Frauennationalmannschaft, sich bei alllem Stress möglichst immer „ein bisschen Lockerheit” bewahren zu können.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert