Der CHIO trotzt dem Doping und der Wirtschaftskrise

Von: hr
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Der Zuspruch zum CHIO ist ungebrochen: Zuschauer, Wirtschaftspartner und auch die Medien, wie hier bei der offiziellen Vorstellung des Programms im Rathaus, bleiben dem Turnier treu. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der „Herr der Zahlen” ist offenbar ein ganz bescheidener. „Im Zuschauerzuspruch liegen wir fast genau auf dem Stand des Vorjahres”, sagt Michael Mronz. „Die Abweichung beträgt exakt 0,01 Prozent.”

Ob die Vorverkaufsquote allerdings nach oben oder unten abweicht, das verschweigt der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART) aber zunächst. Erst auf Nachfrage räumt Mronz ein, dass sie nach oben abweicht und somit für den CHIO 2009 bislang sogar mehr Eintrittskarten verkauft wurden als im vergangenen Jahr.

357.000 Zuschauer haben sich beim CHIO 2008 die Wettbewerbe in den fünf Reitsportdisziplinen Springen, Dressur, Fahren, Vielseitigkeit und Voltigieren angesehen. Für das zehntägige Spektakel in diesem Jahr, das am kommenden Freitag mit den Voltigierern beginnt, geht Mronz von einer etwa gleich hohen Zuschauerzahl aus, „aber das hängt auch vom Wetter ab”, erklärt der Sportmanager, dessen Gesellschaft den CHIO schon seit vielen Jahren vermarktet.

„Nicht selbstverständlich”

Und zur Vermarktung gehört neben dem Verkauf der Eintrittskarten auch die Finanzierung des Turniers. Auch in diesem Bereich kann Mronz mit 10,3 Millionen Euro den gleichen Gesamtetat wie im Vorjahr vermelden, „und das in wirtschaftlichen Zeiten, in denen das Sponsoring durch unsere Wirtschaftspartner nicht selbstverständlich ist”, betont der 42-Jährige schon etwas weniger bescheiden.

Denn immerhin schwebt nicht nur die Weltwirtschaftskrise drohend über dem CHIO, sondern auch die jüngsten Dopingenthüllungen im Reitsport. Doch ausgewirkt habe sich bislang beides nicht, so Mronz, weder auf wirtschaftlichem Gebiet noch beim Zuschauerzuspruch.

„Wir haben in Aachen nicht erst aktuell auf Doping reagiert, sondern auch schon in der Vergangenheit eine klare Linie dagegen gefahren und beim Turnier entsprechende Maßnahmen vorgenommen”, erklärt Michael Mronz. „Das liefert uns gute Argumente bei unseren Wirtschaftspartnern” und werde offenbar auch von den Zuschauern honoriert.

Und zwar so gut, dass es am zweiten CHIO-Wochenende in allen Disziplinen nur noch wenige Restkarten gebe, berichtet der ART-Geschäftsführer weiter. Zu Turnierbeginn und bei der Eröffnungsfeier am Dienstag, 30. Juni, sehe es noch etwas besser aus. Genaue Auskunft, wo wann welche Plätze noch frei seien, gebe die Tickethotline unter 0241/9171111.
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