Denis Lynch: „Wir sind ein starkes Team”

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Ganz entspannt: Denis Lynch. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Irland triumphiert im Nationenpreis und ist weniger überrascht als die Konkurrenz. Denis Lynch gehört zur Sieger-Equipe und kann im Großen Preis von Aachen mit Lantinus seinen Vorjahreserfolg wiederholen.

Am Tag nach dem Triumph sprach Wilhelm Peters mit Denis Lynch, der mit Lantinus beim Großen Preis von Aachen als Titelverteidiger an den Start geht.

Viele Ihrer Kollegen sahen Frankreich, die USA oder auch die deutsche Equipe vor dem Nationenpreis in der Favoritenrolle. Sind Sie überrascht über Ihren Sieg?

Lynch: Unser Ziel war, unter die ersten Drei zu reiten, insofern sind wir nicht so sehr überrascht. Wir sind ein starkes Team aus Reitern, die seit Jahren Erfolg haben, hatten vor der EM 2009 zwar verletzungsbedingt Probleme, haben uns aber jetzt wieder gefunden, wie man sehen konnte. Ja, stimmt, Frankreich war Favorit, (schmunzelt) aber ich habe schon viele Favoriten sterben sehen.

Auf den zweiten Umlauf haben Sie als letzter Reiter ihres Teams verzichtet, weil der Sieg feststand. Waren Sie mit Ihrer ersten Runde zufrieden, in der Sie einen Abwurf hatten?

Lynch: Lantinus ist souverän gegangen. Der Abwurf war mein Fehler. Lantinus war neun Monate wegen seiner Sehnenprobleme außer Gefecht, ist nach Balve hier erst den zweiten Nationenpreis in diesem Jahr und sein insgesamt erst viertes Turnier gegangen. Ja, ich bin sehr zufrieden, weil Lantinus´ Verletzung auskuriert ist.

Wie war die „After-Show-Party”?

Lynch: Die hat es nicht gegeben. Wir sind Profis, der Wettkampf geht ja weiter.

Irland liegt jetzt in der Nations-Cup-Wertung gemeinsam mit Deutschland auf Platz drei. Ist noch mehr drin?

Lynch: Hickstead und Dublin stehen noch auf dem Programm. Ein Sieg ist noch möglich, wenn wir unser Ziel, unter die ersten Drei zu gelangen, weiter so erfolgreich verfolgen.

Dublin wird ein „Heimspiel”, ist Aachen für Sie auch eines?

Lynch: Oh ja, Aachen ist für mich auch ein Heimspiel. Hier habe ich voriges Jahr ja den Großen Preis gewonnen und war von 1994 bis 1997 vor meinem Umzug nach Münster bei Peter Weinberg in Kohlscheid. Ich habe mich hier im Rheinland immer sehr wohl gefühlt, die Mentalität gefällt mit. Sie ist der irischen ähnlich. Und die Atmosphäre beim CHIO ist einmalig, nach den Weltmeisterschaften das Größte in unserem Sport. Es ist ein Traum, hier zu gewinnen.

Zwei Stichworte, auf die Sie bitte näher eingehen: der Große Preis von Aachen am Sonntag und die Weltmeisterschaft in Kentucky in diesem Jahr.

Lynch: Mein Ziel in dieser Saison ist die Weltmeisterschaft in Kentucky. Aber ich möchte natürlich meinen Titel hier verteidigen. Ich weiß allerdings nicht, ob Lantinus schon wieder so weit ist. Wenn es nicht funktioniert, dreht sich die Welt auch weiter. Hoffentlich kommt der Parcours uns entgegen. Ich freue mich jetzt erst einmal auf Samstag und meinen ersten Start im Best of Champions.
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