Aachen - „Das ist Gänsehaut pur”

„Das ist Gänsehaut pur”

Von: pa
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Ist für fast alles, aber nich
Ist für fast alles, aber nicht für das Wetter verantwortlich: Turnierdirektor Frank Foto: Uwe Anspach

Aachen. Turnierdirektor Frank Kemperman zieht (fast) am Ende des CHIO Bilanz. Der Veranstalter denkt über eine Vergrößerung des Dressurstadions nach. Fest steht nach der gelungenen Ausrichtung des CHIO 2011: Der ALRV bewirbt sich selbstbewusst für die EM 2015.

Herr Kemperman: Ist ein Turnierdirektor noch tragbar, der nicht einmal im Hochsommer anständige Temperaturen in Aachen hinbekommt?

Kemperman: Die Frage ist berechtigt. Es ist der 18. CHIO von diesem Holländer, und nur bei einem hat durchgehend die Sonne geschienen. Höchstens. Aber die Verantwortung für das Wetter hat bei uns der Präsident.

Gab es für diesen Holländer nach all den Jahren einen Moment beim CHIO 2011, der ihn berührt hat?

Kemperman: Ich werde diesen Donnerstag nicht vergessen: Es regnete ohne Ende, es war lausig kalt - und die Leute bleiben sitzen. Es ist schön zu sehen, wie die Turnierbesucher uns treu bleiben. Nebenbei war es auch noch schön, dass Holland den Preis der Nationen gewonnen hat. Die Emotionen der Zuschauer, mal ganz leise, mal jubelnd, das ist einzigartig in der Welt. Mich fasziniert das immer noch. Ich hoffe außerdem, dass der schönste Moment des Turniers noch heute folgt beim Auszug der Nationen. Das ist Gänsehaut pur.

In der Dressur gab es einen unglaublichen Hype, alle vier Tage waren ausverkauft.

Kemperman: Das ist kein Hype, sondern unser Ziel ist es generell, jeden Tag ausverkauft zu sein. Wir sind auf einem guten Weg. Die Dressur war in den vergangenen Jahren auch an den letzten drei Tagen ausverkauft, Totilas hat sicher dazu beigetragen, dass auch der Donnerstag so gut besucht war.

Stoßen Sie im Dressurstadion nicht an Kapazitätsgrenzen?

Kemperman: Wir denken darüber nach, die Kopfseite zu vergrößern.

Hängt die Erweiterung ausschließlich von der Vergabe der EM 2015 nach Aachen ab?

Kemperman: Das würde natürlich helfen. Aber die Nachfrage ist jetzt schon da. Und sollten wir den Zuschlag für die Europameisterschaft erhalten, müssen wir überlegen, ob die Dressur wieder im großen Springstadion stattfindet.

Dieses Turnier steht im Zeichen der Bewerbung: Haben Sie Rückmeldungen erhalten?

Kemperman: Wir brauchen in unserem Pferdesport Aachen nicht mehr vorzustellen. Aachen ist die Nummer 1. Es geht vielmehr um die Grundsatzfrage, ob man unserem Konzept mit fünf Disziplinen an einem Ort folgt. Klar ist, dass es bei den folgenden Championaten wieder anders aussehen würde. Eine Großveranstaltung würde aber meiner Meinung nach dem Sport guttun.

Findet in Aachen nicht jedes Jahr eine kleine Europameisterschaft statt?

Kemperman: Das kann man so sehen, aber ein solches Championat ist noch mal eine Stufe höher.

Was hat in diesem Jahr nicht geklappt?

Kemperman: Die Liste ist glücklicherweise kleiner als die andere Liste. Wir müssen noch einmal mit den Behörden über den Ein- und Auslass am Samstagabend sprechen. Da hat es diesmal Probleme gegeben.

Was wird beim nächsten Turnier anders sein?

Kemperman: Wir möchten den Komfort im Springstadion erhöhen, denken an bessere Sitze auf der AachenMünchener-Tribüne. Zudem überlegen wir, mehr Behindertenplätze im Hauptstadion einzurichten.

Was wird sich noch beim CHIO 2012 ändern?

Kemperman: Das Wetter.

Kann man darauf setzen?

Kemperman: (hmmmm)
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