CHIO: Riesiger Menschenstau vor dem Eingang

Von: Holger Richter
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Der Wunsch des ALRV ist den CH
Der Wunsch des ALRV ist den CHIO-Zuschauern Befehl: Weil die Veranstalter die Besucher gebeten haben, erst pünktlich um 18 Uhr zu kommen, kamen am Samstagabend beinahe alle auf einmal, was zu einem riesigen Menschenstau auf dem Tivolivorplatz führte. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Aachen. Über so einen Andrang würde sich die Alemannia sicher freuen. Aber mehrere tausende Menschen, die sich am späten Samstagnachmittag auf dem Tivolivorplatz stauten, wollten nicht in den Tivoli, sondern zum CHIO.

Da es jedoch eine geraume Zeit lang nicht vorwärts ging und gleichzeitig die Menschenmasse weiter anwuchs, wuchs auch der Unmut bei den wartenden Reitsportfreunden, die die Abendveranstaltungen in der Soers sehen wollten.

Niels Knippertz hat Verständnis für diesen Unmut, denn: „Die Zuschauer haben genau das gemacht, worum wir sie gebeten haben”, sagt der Sprecher des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) am Montag auf Nachfrage. Seit einigen Jahren nämlich hat der ALRV sein Samstagsprogramm beim CHIO aufgeteilt in ein Tagesprogramm bis 18 Uhr und ein Abendprogramm danach. Für beide werden separate Eintrittskarten verkauft. „In den vergangenen Jahren war es so, dass die Besitzer der Abendtickets zum Teil schon früher zur Soers gekommen sind, aber noch nicht herein durften”, erläutert Knippertz die Hintergründe, „also haben wir sie in diesem Jahr gebeten, erst um 18 Uhr zu kommen.”

Der Wunsch war Befehl

Und der Wunsch des ALRV war den Zuschauern offenbar Befehl. „Unsere Ordner berichteten, dass gegen 17.30 rund 100 Zuschauer vor dem Eingang am Tivoli-Parkhaus warteten. Die ” Der sei speziell für die Abendticketinhaber vorgesehen gewesen, so Knippertz, damit die Zuschauer mit Tageskarten durch das Gelände bequem durch die Hauptpforte an der Albert-Servais-Allee verlassen konnten, ohne den neuen CHIO-Besuchern in die Quere zu kommen. Und dann, um kurz vor 18 Uhr: „Als hätte jemand einen Hebel umgelegt”, beschreibt der ALRV-Sprecher die Situation, „kamen die Zuschauer mit Abendtickets fast alle auf einmal”.

Am Samstag zählte der ALRV insgesamt 121.000 Besucher auf dem Turniergelände, 42.000 davon waren bei den Geländeprüfungen auf den Soerser Wiesen. Bleiben 79.000 Zuschauer, die sich „etwa zu gleichen Teilen”, wie Knippertz schätzt, auf Tages- und Abendprogramm verteilten, so dass sich um 18 Uhr „sicher nicht 40.000 Menschen”, aber doch mehrere tausend vor dem Eingang drängten.

Auf diesen Ansturm habe man sofort reagiert und die Eintrittskarten nicht mehr eingescannt, sondern die Zuschauer durchgewunken. Dennoch habe sich ein Rückstau gebildet, „so dass einige Zuschauer Wartezeiten von mehr als eine halbe Stunde in Kauf nehmen mussten”, räumt Niels Knippertz ein.

Das Problem sei erkannt und werde rechtzeitig vor dem CHIO 2012 geklärt. Dazu hat der ALRV jetzt ja genügend Zeit, denn das nächste Reitturnier findet vom 29. Juni bis 8. Juli 2012 statt.

„Wir müssen ein Riesenkompliment an unsere Zuschauer aussprechen, weil sie so pünktlich erschienen sind”, sagt Niels Knippertz abschließend, und: „Wir geloben Besserung.”
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