Bundestrainer Geiger: „Schwierig ist gut für uns“

Von: tys
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Fahren Samstag
Die Marathonstrecke bei der Geländeprüfung der Vierspänner.

Nachdem Christoph Sandmann beim Hindernisfahren (Testprüfung) am Freitag den ersten Platz erreichte und Georg von Stein Vierter wurde, ist die Stimmung im Lager der deutschen Gespannfahrer wieder deutlich besser.

„Nach der Dressur waren fast alle niedergeschlagen. Es hat einfach nicht ganz so geklappt, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt Bundestrainer Karl-Heinz Geiger.

Davon ausgenommen werden konnte am ehesten noch die Leistung von Mareike Harm, die Siebte wurde. Gerade beim amtierenden Europameister Michael Brauchle läuft es noch nicht wirklich. Bei der wertenden Dressurprüfung landete er auf Platz 17, beim Hindernis-Test am Freitag auf Rang 21. „Micha hat es nicht einfach im Moment. Er hat Probleme mit seinem Gespann und ist auch privat viel eingebunden“, sagt Geiger.

Beim Marathon am Samstag steht Brauchle deutlich unter Druck – auch im Hinblick auf die Nominierung des Kaders für die EM im August in Göteborg. „Nach der Prüfung kann man schon erste Schlüsse ziehen, wer mitfahren darf“, so Geiger. Die Geländeprüfung in Aachen gehört weltweit zu den schwierigsten ihrer Art. „Es ist ein sehr anspruchsvoller Kurs“, sagt Parcoursbauer Dr. Wolfgang Asendorf. „Erstmals gibt es drei feste Hindernisse, darunter Hindernis 2 mit vielen kleinen Elementen. Diese verleiten zwar besonders zum schnellen Fahren, es muss aber technisch sehr sauber gearbeitet werden.“ Vor allem wegen des relativ hohen Schwierigkeitsgrades bezeichnet Asendorf die 8150 Meter lange Strecke als „Aachen-gerecht“.

Dass die Strecke viel Geschick fordert, sieht Bundestrainer Geiger als Vorteil für sein Team: „Schwierig ist gut für uns. Deutschland hat bislang immer sehr gut beim Marathon abgeschnitten. Michael hat sogar schon einige hier in Aachen gewonnen. Ich hoffe, dass wir die Mannschaft mit guten Platzierungen in der Nationenwertungen nach vorne schieben können.“

Niederlande vor Frankreich

Bislang steht das deutsche Team mit 111,32 Minuspunkten auf dem fünften Platz. Angeführt wird der Nationenpreis momentan von den Niederlanden (95,09). Rang zwei hat Frankreich inne (103,95 Minuspunkte).

In der Einzelwertung führt der Australier Boyd Exell nach der Dressurprüfung. „Boyd ist zur Zeit das Maß aller Dinge, es wird für die anderen Fahrer sehr schwierig, ihm Paroli zu bieten“, sagt Geiger. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass Exell nicht unschlagbar ist, könnte allerdings die Platzierung des Wahl-Niederländers beim Hindernis-Test am Freitag sein: Dort fuhr er lediglich Platz sechs. Und: Zwei Deutsche waren bekanntlich besser als er.

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