ALRV: Sicherheit hat hohen Stellenwert

Von: Georg Dünnwald
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Auf der Karte des CHIO-Geländes in der Soers sind unter anderem Sammelpunkte für Menschen und für Pferde zu sehen. Und die Fluchtwege sind kartiert, erklärt Joachim Schaprian. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die Zusammenarbeit zwischen allen ist erstklassig”, kommentiert Joachim Schaprian. Der 66-jährige Oberst außer Diensten, ehedem Standortältester von Aachen und stellvertretender Kommandeur der Technischen Truppen, ist seit fünf Jahren Sicherheitschef des CHIO.

„Ich arbeite eng mit Professor Zilkens, dem Leiter des Medical Center, mit dem stellvertretenden Direktor der Aachener Feuerwehr, Schäfer, und dem Leiter des Ordnungsdienstes, Fattouh, und natürlich dem Turnierdirektor Kemperman zusammen. Die sind immer vor Ort und dadurch direkt ansprechbar. Denn die Sicherheit hat einen hohen Stellenwert für den ALRV”, hebt Schaprian hervor.

Vor vier Jahren, als die Weltreiterspiele, die Weltmeisterschaft in den Pferdesportdisziplinen, in Aachen stattfanden, wurde erstmals eine Großübung in Sachen Sicherheit organisiert. „Alles hat damals geklappt”, erinnert sich Schaprian. 300 Menschen simulierten teils schwere Verletzung, die in den umliegenden Hospitälern Aufnahme fanden.

Schaprian hat einen dicken Ordner im Safe, in dem alles archiviert ist, was sicherheitsrelevant auf dem Gelände in der Soers ist. Da ist alles nachzusehen, was im Falle einer angeordneten Räumung zu tun ist. Wie die Ordner reagieren müssen, wenn eine Bombendrohung vorliegt, ein Feuer ausbricht oder eine Massenpanik entsteht.

„In Spitzenzeiten haben wir 700 bis 800 Leute auf dem Platz, die einsatzbar sind. Jeder Ordner weiß, wo er stehen muss. Deshalb sind auch ständig die vielen kleinen Tore, die zum Gelände führen, stets mit einem Ordner versehen, der in diesen Fällen diese Tore sofort öffnen muss. Die anderen Ordner müssen dann Menschenketten bilden, damit in Panik geratene Leute nicht in falsche Richtungen laufen”, erklärt Schaprian.

Auch für Unwetter, technische Störungen und bei sogenannten Großschadenslagen mit einem Massenanfall von Verletzten gibt es weitgehende Pläne. „Alles ist zusammen mit den Behörden erarbeitet worden”, sagt der ehemalige Oberst, der sich auch in der SPD auf Bundesebene engagiert. „Die Besucher dürfen erwarten, dass wir alles tun, um die Folgen möglicher Ereignisse so gering wie möglich zu halten”, verdeutlicht Schaprian die Sicherheitsdoktrin des ALRV.

Heute bei den Vielseitigkeitswettbewerben werden neben den üblicherweise zur Verfügung stehenden Einsatzkräften auch das Technische Hilfswerk, eine Polizeireiterstaffel und die Aachener Stadtreiter zusätzlich vor Ort sein. Wie perfekt die Zusammenarbeit zwischen den vielen Helfern auf dem CHIO und dem Sicherheitschef klappt, konnte am Mittwoch beobachtet werden, als ein schweres Unwetter auf Aachen zuzog.

„Da ging alles ruhig ab, schon vorher haben wir ja gewusst, was auf uns zukommt. Durch eine rechtzeitige Analyse kamen wir zum richtigen Ergebnis. Die Zelte wurden geschlossen, um dem starken Sturm weniger Angriffsfläche zu bieten, alle Besucher wurden auf die Tribünen gebeten.”

Deshalb wohl ist auch alles glimpflich abgelaufen. Dem Stadionsprecher stünden für solche Situationen vorbereitete Texte zur Verfügung, die Aseag sei wegen des Abtransportes von Menschen in ein jeweiliges Szenario miteingebunden. „Ohne die vielen Helfer aber wären aufgeschmissen, deshalb habe ich denen zu danken”, unterstreicht Schaprian.
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