ALRV präsentiert Flandern als Partnerland

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
helga07_fo
Die besten Botschafter für Flandern: Jos Lansink und Cumano, die in Aachen 2006 als Weltmeister gefeiert wurden. Foto: imago/Julia Rau

Brüssel. Man ist versucht zu fragen, wieso Flandern und nicht Belgien? Probt die Region auf dem Gebiet des Pferdesports schon einmal den Alleingang, bevor der politische folgt? Doch schnell wird klar, dass es die Liebe zu den Pferden ist, die diese Region Belgiens prädestiniert, sich in diesem Jahr als Partnerland beim „Weltfest des Pferdesports” zu präsentieren. „In Flandern haben wir die Liebe zu den Pferden mit Deutschland gemein, ebenso wie eine lange Tradition, und so dürfen wir uns beide zu den bedeutendsten Pferderegionen der Welt zählen”, begründet Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters in Brüssel, warum seine Region der ideale Partner für den CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) ist.

„Der Funke ist schnell übergesprungen. Und Ministerpräsident Peeters hat gesagt, ich habe die Befugnisse und ein kleines bisschen Geld dafür, also lass´ uns das organisieren”, berichtete Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins, gut gelaunt von den Gesprächen, die ebenso locker liefen wie die Präsentation.

„Pferdeliebhaber müssen einmal in ihrem Leben in Aachen gewesen sein”, fügte Peeters, selbst begeisterter Freizeitreiter, hinzu. Die Präsentation der Pferdezucht, der Tourismus - 1,5 Millionen Mal übernachteten 2008 Deutschen in Flandern - sowie wirtschaftliche Interessen - Deutschland ist das wichtigste Exportland Flanderns - sind handfeste Gründe für die Partnerschaft. „Flandern gibt dem CHIO 2009 sein Gesicht”, verdeutlicht Landrat Carl Meulenbergh die Bedeutung.

„Das wird eine bunte Eröffnungsfeier am 30. Juni mit der königlichen Garde, den berühmten Garnelenfischern, bekannten Hengsten, belgischen Zugpferden, belgischer Musik- und Folkloregruppen”, verspricht Kemperman. Perfekter Botschafter seiner Wahl-Heimat ist Jos Lansink, der 2006 in Aachen zum Weltmeister der Springreiter gekürt wurde. „Es war immer mein Traum, hier zu reiten. Aachen ist für den Reitsport, was Wimbledon für das Tennis ist.

Hier zu gewinnen, ist das Größte”, gerät Lansink, der seit seinem ersten Start 1988 kein Turnier verpasste, ins Schwärmen. Und Kollege Ludo Philippaerts fügt hinzu: „Schon seit ich mit zehn Jahren mit dem Bus nach Aachen fuhr, ist es mein Kinderstraum gewesen, hier zu reiten.” Ein Traum der 2006 für die Vielseitigkeitsreiter erstmals in Erfüllung ging. „Es ist eine fantastische Erfahrung, in Aachen zu reiten”, will auch Karin Donckers, Belgiens beste Eventerin, für ihre Heimatregion wieder im Sattel Werbung betreiben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert