Mönchengladbach - Zakaria & Co. sollen den Leverkusenern wehtun

Zakaria & Co. sollen den Leverkusenern wehtun

Von: Bernd Schneiders
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Sechser-Duo am Samstag? Denis Zakaria (l.) und Mikael Cuisance.

Mönchengladbach. Es ist ein Duell der Ausgeruhten: Borussia Mönchengladbach empfängt am Samstag Bayer Leverkusen (15.30 Uhr). Für die „viele“ Zeit innerhalb der Woche sorgt die Europapokal-Abstinenz beider Klubs, die beide den Anspruch und eigentlich auch das fußballerische Vermögen besitzen, zumindest Europa League zu spielen.

In solchen reduzierten Saisons kann sich durch die Mehrzahl an Übungsarbeiten verstärkt die gute Arbeit des Trainers zeigen, bei der Terminhatz durch Englische Wochen in Europa oder Champions League beweist sich eher das Können des Managers, seinem sportlichen Vorarbeiter einen möglichst breiten Kader mit wenig Niveauunterschieden zu bieten, der Rotationen ohne Leistungsverlust erlaubt.

Danach stellen Borussias Siege in den beiden vorherigen Bundesligapartien in Bremen und gegen Hannover Dieter Hecking ein gutes Zeugnis aus.

Doch der Westfale bleibt misstrauisch, was die Konstanz – auch innerhalb eines Spiels – seiner Mannschaft angeht. „Alle sagen, dass wir in Bremen sehr gut gespielt haben. Ich sage, dass es nur phasenweise gut war.“ Dem Fußballlehrer werden etliche Szenen vorschweben, in denen seine Profis etwas angeboten haben, doch die Bremer unfähig waren, dies anzunehmen und auszunutzen. „Wir müssen auch sehr gut verteidigen“, gibt der 53-Jährige einen Wink, in welchem Bereich er immer noch Defizite sieht.

Ein Gegner wie Leverkusen könnte davon weitaus mehr profitieren als die zumindest zur Zeit ausgesprochen harmlosen Nordlichter. Dort versucht ein neuer Trainer die Bayer-Profis umzuerziehen. Nun muss es nicht gleich eine taktische Gehirnwäsche sein. Aber Heiko Herrlich sieht ein Grundübel im immer noch übertriebenen, genauer gesagt falsch getimten Gegenpressing. Das führte zuletzt sogar zu Hause zu einem enttäuschenden 2:2 gegen Wolfsburg. Und auswärts hat die Werkself diese Saison noch keinen Sieg eingefahren. Platz 12 ist die Quittung für diese Schwäche. Doch gerade deshalb warnt Hecking: „Für den Gegner ist es ein entscheidender Moment in dieser Saison, und wir haben etwas dagegen, dass sie sich wieder ranspielen.“

Gästeunfreundliche Aktionen

Seine Mannschaft steht derzeit auf Rang 5, einem Platz also, der am Ende der Spielzeit zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. „Bereits in der frühen Phase der Saison haben wir die Chance, einen möglichen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze auf acht Punkte zu distanzieren.“ Für diese Mission em-pfiehlt Hecking gästeunfreundliche Aktionen: „Ich bin überzeugt, dass wir Phasen im Spiel haben werden, in denen wir Leverkusen richtig wehtun können.“

Dabei wird Raul Bobadilla, der dies buchstäblich ausführen könnte, noch fehlen (Schambeinreizung). Also kämpft Borussia heute wieder mehr mit dem Florett als mit dem Säbel, dafür stehen Thorgan Hazard, Lars Stindl und eigentlich Raffael, der allerdings in den letzten Spielen etwas von seiner Schärfe verloren zu haben scheint. Mehr für Spielkunst steht auch Mikael Cuisance, der eine Alternative für die Doppelsechs darstellt, nicht nur weil womöglich Christoph Kramer ausfällt.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt - Johnson, Cusiance (Kramer), Zakaria, Hazard - Raffael, Stindl

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