Mönchengladbach - Wagt André Schubert die Rotation fürs Manchester-Spiel?

Wagt André Schubert die Rotation fürs Manchester-Spiel?

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Moenchengladbach Eckfahne des Borussia Park beim Fussball Bundesligaspiel zwischen Borussia Moenchengladbach und dem SV Werder Bremen am 05.02.2016, Foto: EP_JSE

Mönchengladbach. Was macht man mit so einem Spiel? Für das Champions-League-Gruppenspiel am Mittwoch (20.45/ZDF) gegen Manchester City ist der Lustfaktor für Borussia Mönchengladbach arg verkümmert. Beim „verschobenen“ Hinspiel (Regen) ahnte niemand im Kreise des Fußball-Bundesligisten, dass sich der Klub nur knapp zweieinhalb Monate später in eine veritable Krise hinein manövriert haben würde.

Die zu Anfang der Saison auch im Hinblick auf die hochkarätigen Gegner wie ManCity und dem FC Barcelona ausgerufenen „königlichen“ Genusswochen sorgen angesichts von Platz 13 in der Fußball-Bundesliga für Magendrücken. „Jetzt heißt es eben ein bisschen mehr Butterbrot als Wurstbrot kauen. Ich weiß, dass Wurstbrot besser schmeckt“, konstatierte Gourmet Max Eberl, Sportdirektor der Borussia.

Dabei ist das Überwintern in einem europäischen Wettbewerb (Europa League) als Gruppendritter nach wie vor höchstwahrscheinlich. In der Theorie könnte es sich Trainer André Schubert sogar leisten, gegen Manchester personell den Schonkurs einzuschlagen, um die Kräfte gerade auch der zahlreichen Rückkehrer fürs erneut so wichtige Heimspiel am Samstag gegen Hoffenheim aufzusparen.

Doch schon ohne jegliche Rotation blieben Raffael & Co. beim 0:4 im September auf der Insel chancenlos, der Klassenunterschied war beängstigend. Nun also wegen des Primats Bundesliga mit einer B-Elf anzutreten, könnte zu einer noch größeren Demütigung führen – und die Selbstzweifel der Schubert-Spieler verstärken.

Mit einem gerüttelt Maß an Fantasie ließe sich die Goliath/David-Konstellation auch zur Chance erklären: mit einer sensationellen Leistung (einen Schritt) raus aus der Krise! Doch eher wird ManCitys Coach Pep Guardiola Co-Trainer unter José Mourinho, als dass Gladbach am Mittwoch Manchesters Star-Ensemble besiegt. Auch wenn Fabian Johnson tapfer beteuert: „Wir wissen, dass wir zu Hause jeden Gegner schlagen können – auch Manchester City.“

Nicht einfacher wird die Aufgabe durch den Ausfall von Julian Korb und vor allem Christoph Kramer (beide gesperrt). Das Problem im zentralen Mittelfeld ist noch längst nicht gelöst. Die Verbindung Tobias Strobl/Mo Dahoud, die längere Zeit wegen einer Verletzung des Neuzugangs aus Hoffenheim nicht möglich war, büßte mit dem FC-Spiel einiges an Charme ein.

Nur ein Strobl in Top-Form ist in der Lage, das Netz und den doppelten Boden für Borussias Zauberlehrling Dahoud zu liefern. Viele Alternativen hat Schubert für die Doppelsechs nicht mehr. Tony Jantschke besitzt nicht die Abräumqualität eines guten Strobls. Und Andreas Christensen aus der Kette vorzuziehen, ist angesichts der angestrebten Konsolidierung der Abwehr auch eher kontraproduktiv.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Elvedi, Christensen, Vestergaard - Traoré, Dahoud, Strobl, Johnson - Raffael, Hazard - Stindl

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