Vierter beim Telekom Cup: Noch viel Luft nach oben

Von: Bernd Schneiders
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Bekam für einige dynamische Auftritte Beifall auf offener Szene: Borussias Sechser Denis Zakaria, der Mo Dahoud ersetzen soll. Foto: imago/MIS

Mönchengladbach. Manches möchte man gar nicht sehen! So dachte offensichtlich auch Dieter Hecking am Samstagnachmittag. Und so „ersparte“ sich Borussia Mönchengladbach, den souveränen Sieg der Münchner Bayern im Finale des Telekom Cups gegen Werder Bremen (2:0) zu schauen.

Zuvor schon hatte er zwischen der Auftaktniederlage seiner Elf gegen die Nordlichter und dem Spiel um Platz drei, das Borussia ebenfalls im Elfmeterschießen gegen 1899 Hoffenheim verlor, den ersten Auftritt der Ancelotti-Elf gegen die TSG geschwänzt.

Es entging ihm die spektakuläre Frühform der Bayern. Rund 60 Kilometer entfernt starteten wenig später die Kölner Lichter. Im Borussia-Park sorgten die Münchner für ein Offensiv-Feuerwerk, speziell im Duell mit den Hoffenheimern, die komplett überfordert waren, was sich lediglich im Ergebnis (1:0) nicht ausdrückte. Und das zwei Wochen nach Trainingsbeginn. Rechnet man diese Leistung hoch, könnte man leicht schwindlig werden beim drohenden Ausmaß an Überlegenheit der Bayern in der kommenden Spielzeit.

Musste demnach Hecking froh sein, dass seine mit Nachwuchsspielern gespickte Mannschaft nicht auf den so früh entfesselten Deutschen Meister getroffen ist? „Es geht um Erfahrungen für die Jungs“, wiegelt der Gladbach-Coach ab. „Und wenn sie gegen die Bayern gespielt und überwiegend hinterhergelaufen wären, wäre das auch eine Erfahrung gewesen.“

Grundsätzlich sei er mit dem Auftritt nicht unzufrieden, betonte Hecking. Sich schon so früh in der Vorbereitung mit gestandenen Bundesligisten zu messen, sei „sinnvoller, als 12:0 gegen einen Bezirksligisten zu gewinnen“. Kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt zu haben, zweimal im Elfmeterschießen unterlegen gewesen zu sein – kein Grund, sich Sorgen zu machen. „Jetzt kommen die Nationalspieler zurück, und es geht ins Trainingslager. Da wird dann auch noch Qualität hinzukommen.“ Interessante Eindrücke konnte man auch am Samstag sammeln: etwa über die Dynamik von Mittelfeldspieler Denis Zakaria, die für einen Innenverteidiger gehobene Technik eines Reece Oxford und die Frechheit der Offensivkraft Mickaël Cuisance.

Bei den Bayern stach besonders Thomas Müller heraus. Die neuen „Hochkaräter“ James Rodríguez und Corentin Tolisso haben natürlicherweise noch viel Luft nach oben. Auch das mutet eher erschreckend an. Für den, der es sehen wollte . . .

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