Versucht Schubert gegen Juventus die Rotation light?

Von: Bernd Schneiders
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Torgefährlich und kopfballstark: André Hahn.

Mönchengladbach/Turin. Was machen mit diesem Spiel? Vier Mal hintereinander war André Schubert mit Borussia Mönchengladbach erfolgreich in der Bundesliga. Jetzt schiebt sich eine erneute Champions-League-Partie in den Lauf.

Und die Situation ist anders als drei Wochen zuvor bei der Premiere in der Königsklasse zu Hause gegen Manchester City. Damals benötigte Gladbachs Interimstrainer das Match für den Rückfindungsprozess der verunsicherten Mannschaft. Mittlerweile ist das Punkte- und Selbstbewusstseinskonto wieder aufgefüllt. Hütete sich der ehemalige U 23-Coach zuvor, das fragile Mannschaftsgefüge durch veränderte Aufstellungen zu gefährden, rückt nun auch wieder die Entlastung einiger arg strapazierter Spieler in den Vordergrund.

Schongang in Italien also? Rotation light könnte die Lösung für die Herausforderung bei Juventus Turin lauten. Am dringlichsten wohl für das jüngste Juwel der Gladbacher Talenteschmiede. Mahmoud Dahoud bestätigte in den letzten Wochen spektakulär alle Hoffnungen, die man in ihn gesetzt hatte. Doch wie bereits zuvor, als Eberl & Co. es sich verkniffen haben, den 19-Jährigen zu früh ins Haifischbecken Bundesliga zu werfen, könnte die Gesundheit des Deutsch-Syrers erneut Vorrang erhalten. Noch ist Dahoud nicht so robust, um auf Strecke unbeschadet den Marathonmann geben zu können wie etwa sein „Vorläufer“ Christoph Kramer.

Havard Nordtveit wäre eine Option, speziell für die Auswärtshürde bei einer so abgezockten Mannschaft wie Juve. „Juventus steht defensiv sehr kompakt und hat viele Spieler mit großer individueller Qualität. Wir werden nicht viele Chancen kriegen, aber diese müssen wir nutzen“, urteilt der norwegische Mittelfeldspieler, der neben seinen Defensiv- und Zweikampfstärken auch torgefährlich ist, was er mit einem spektakulären Treffer jüngst gegen Wolfsburg bewies.

Frisch und torgefährlich ist auch André Hahn, der zuletzt lediglich eingewechselt wurde, dabei aber stets seine Körperlichkeit und am Samstagabend in Frankfurt auch seinen Torinstinkt und Nervenstärke beim Strafstoß zeigte. Als Alleinstellungsmerkmal in der Riege der Borussia-Stürmer besitzt der ehemalige Augsburger zudem auch noch Kopfballstärke, verwendbar in Offensive und Defensive.

Wie gut es den ehemaligen Favre-Schülern wieder geht, beweist vor allem Raffael. Nicht nur durch seine Taten auf dem Spielfeld, sondern auch mit Worten. Noch vor kurzem wäre ein Reiz in der Begegnung mit dem italienischen Großklub völlig fehl am Platz gewesen. Jetzt aber träumt der von Natur aus eher verschlossene Edeltechniker von einem Tor gegen einen „Welttorwart wie Gianluigi Buffon“.

Für Juves 37-jährigen Keeper ist die Partie ebenfalls von großem Interesse. Borussia Mönchengladbach, „dieser Name hat mich neugierig gemacht, seit ich im Alter von sechs Jahren in der Jugend von Canaletto angefangen habe“, erzählte Buffon italienischen Medien. Raffael & Co. werden sich bemühen, nicht nur phonetisch schwierig zu sein.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Jantschke, Christensen, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Xhaka - Traoré, Hahn - Raffael, Stindl

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