Prüfstein für Borussias entwickelte Stabilität

Von: bsc
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Will am Mittwoch als Borusse jubeln – wenn er denn spielt: André Hahn nach einem Treffer für die Kickers im Jahr 2012. Foto: sport/Jan Huebner

Mönchengladbach. Gebannt schaute Lucien Favre auf den Bildschirm im Mönchengladbacher Medienraum. Die Pressekonferenz war beendet, da lieferte Borussia den arbeitenden Journalisten Sky-Fernsehbilder vom Spektakel zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg.

„Schauen Sie nur – unglaublich“, sagte der Schweizer Trainer – und schüttelte den Kopf über das Torfestival. Wahrscheinlich erinnerte ihn dieses Fußballfest in seiner atemberaubenden Geschwindigkeit an die Vorstellung seiner Mannschaft drei Tage zuvor gegen Sevilla. Doch nur Sekunden später wurde deutlich, womit er sich eigentlich bereits beschäftigte. „Die Vierte Liga ist sooooo stark!“

Der Gedankenweg führte blitzschnell über die Bundesliga und Europa League hin zur anstehenden Aufgabe: dem DFB-Pokal. Und kaum einen wundert es, dass Favre zwei Tage später Details zum Kraftakt beim Regionalligisten Kickers Offenbach nachlieferte. „Sie spielen guten Fußball, können taktisch zwischen zwei verschiedenen Systemen variieren und sind sehr gut organisiert.“ Viel mehr geht kaum noch. Allenfalls ein respektvoller Hinweis auf die individuelle Klasse. Aber anders als in der Bundesliga muss er sich den bei einem Viertligisten verkneifen. Dafür aber betont er umso mehr, dass bei den heimstarken Kickers „alles möglich ist – es ist nur ein Spiel!“

Da wirkt die Aussage von Max Eberl fast übermütig: „Unsere Qualität ist aktuell, dass wir stabile Ergebnisse erzielen. Mit der nötigen Einstellung sollten wir also unter die letzten Acht kommen“, formuliert Gladbachs Sportdirektor selbstbewusst. „Und mit etwas Losglück weiß man danach nie, was passiert.“ Darauf sollte sich der Manager nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht verlassen, wahrscheinlicher ist dagegen, dass seine Borussia in der Tat weiter ist als vor anderthalb Jahren. Damals schied Gladbach im Pokal durch einen Elfmeterlupfer von Branimir Hrgota an die Latte gegen Darmstadt 98 aus. Auch eigentlich ein Viertligist, dessen sportlicher Abstieg revidiert wurde, da ein Verein aus der 3. Liga keine Lizenz erhielt. Dieser zwangsabgestiegene Klub war: Kickers Offenbach...

Mögliche Aufstellung: Sommer - Korb, Stranzl, Jantschke, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Hazard - Hrgota, Kruse

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