Mönchengladbach arbeitet am Raffael-Transfer

Von: Bernd Schneiders
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Grün ist die Hoffnung: Borussia Mönchengladbach ist weiterhin an Schalkes Leihspieler Raffael interessiert. Foto: sport/Team 2

Aachen. Geburtstag hat Lucien Favre erst wieder im November. Aber natürlich ist es möglich, dass Max Eberl bereits fünf Monate zuvor seinem Trainer ein Geschenk überreicht: Raffael, von Dynamo Kiew (Vertrag bis 2016) an Schalke ausgeliehener Spieler, mit dem Borussia Mönchengladbachs Coach während seiner Zeit in Zürich und bei Hertha BSC so erfolgreich zusammengearbeitet hat.

Dass der Schweizer den Braslianer unbedingt haben möchte, ist kein Geheimnis. Sportdirektor Eberl hat bereits im Winter versucht, ihn an den Niederrhein zu lotsen. Nicht, weil der offensive Mittelfeldakteur der Lieblingsspieler von Favre, sondern ein richtig guter und torgefährlicher Fußballer ist. Doch gegen Schalke, die damals auf Teufel komm raus investierten, besaß Mönchengladbach nicht den Hauch einer Chance.

Jetzt aber zögert Schalke, die Kaufoption einzulösen (kolportiert werden sechs Millionen Euro), so dass Max Eberl konstatiert: „Die Tendenz ist, dass Raffael auf dem Markt ist.“ Die Gelsenkirchener haben mit dem Bochumer Leon Goretzka und dem Kölner Christian Clemens zwei Wunsch-Transfers, die noch nicht realisiert sind. Borussias mögliche Chance: Schalke will Raffael nur weiter ausleihen, Kiew aber ihn verkaufen.

Doch selbst dann wäre es kein Selbstläufer. „Das Wollen ist das eine, die Machbarkeit das andere“, bleibt Borussias Sportdirektor reserviert. Das Millionengehalt, das der Edeltechniker auf Schalke bezieht, kann und will Mönchengladbach – bei aller sportlichen Wertschätzung – nicht bezahlen. Es bleibt aber das Vorhaben, sich in der Offensive zu verstärken. Sollte der Raffael-Transfer trotz aller Schwierigkeiten klappen, würde Eberl das Transfer-Buch zuklappen. Funktioniert das nicht, tritt Plan B in Kraft: zwei für einen. Da die Güteklasse eines Raffaels kaum 1:1 zu ersetzen ist, würde der Gladbacher Manager noch zwei Offensivspieler, zwei „halbe“ Raffaels quasi, verpflichten.

Nicht einmal alle sieben Sinne muss man zusammen haben, um zu erkennen, dass die Personalie Nicklas Bendtner unter die Rubrik gelungene PR-Masche eines umtriebigen Beraters einzuordnen ist. Die Position ist nicht vakant, Borussia hat mit Luuk de Jong einen zentralen Stürmer. Und warum sollte Borussia einen so jungen Spieler bereits nach nur einem – wenn auch nicht durchweg überzeugenden – Jahr wieder fallen lassen, für den man bereit war, zwölf Millionen Euro zu investieren?

Die Saison 2012/2013 war ein Übergangsjahr für die Gladbacher Mannschaft. Das darf auch ein Luuk de Jong für sich in Anspruch nehmen. Eine Steigerung ist für die kommende Spielzeit erwünscht und geplant – von beiden.

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