Mit breiter Brust zu den angeschlagenen Hamburgern

Von: bsc
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Muskelmann: Gladbachs Offensivkraft André Hahn hat mit seinem Tor in Ingolstadt gute Eigenwerbung betrieben. Foto: imago/Nordphoto

Mönchengladbach. Wer ist der gefährlichere Gegner? Ein selbstbewusster, der der Hamburger SV nach seiner Positivserie und bei einem (Teil-)Erfolg in München hätte sein können? Oder ein angeschlagener HSV, der nach dem 0:8-Debakel bei den Bayern im DFB-Pokal auf Wiedergutmachung vor eigenem Publikum sinnt? Borussia Mönchengladbach kann’s egal sein.

Die Mannschaft von Dieter Hecking ruht in sich selbst. Die Zeiten, in denen die Gladbacher die Auswärtsdeppen waren, sind endgültig vorbei. Inzwischen können Kramer & Co. auch Spiele der „Güte“ Ingolstadt gewinnen.

Das beschreibt trefflich, was sich unter dem neuen Trainer getan hat. Noch vor wenigen Wochen wäre dieser Kampfsieg niemals möglich gewesen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt. Allerdings nicht mit der Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben“, legte Hecking dennoch den Finger in die spielerische Wunde. Auch Max Eberl beurteilte das 2:0 realistisch. „In der ersten Halbzeit war es ein unruhiges Spiel, wir haben viele Fehler gemacht, einige Zweikämpfe verloren. Trotzdem ist die Mannschaft sehr viel gelaufen.“

Eine Teamlaufleistung von 120 Kilometern unterstreicht die Einstellung der Borussen, die weit davon entfernt war, nach dem dramatischen 4:2-Erfolg in der Europa League beim AC Florenz nur drei Tage zuvor, ein Schonprogramm zu fahren. Am Mittwoch muss der Input ab 18.30 Uhr in der HSV-Arena ähnlich groß sein, um zu verhindern, dass die angepiksten Hamburger einen Schleudergang für den Gast aus der Textilstadt auswählen.

„Wir brauchen einen perfekten Abend und stellen uns auch auf 120 Minuten ein“, sagte Hecking am Dienstag. Und auch Eberl warne noch einmal davor, den Gegner zu unterschätzen. „Sie haben angekündigt, dass sie uns aus dem Stadion schießen wollen“, sagt André Hahn. „Ich bin gespannt. Wir freuen uns jedenfalls auf das Spiel.“ So spricht einer, dessen Brust aktuell wieder ein wenig breiter ist. Gladbachs Kampfstürmer gelang in Ingolstadt der zweite Bundesliga-Treffer der laufenden Spielzeit. Zuvor hatte der 26-Jährige nur zum Saison-Auftakt gegen Leverkusen getroffen (2:1).

In der bayrischen Autostadt war er ebenso wie Vorlagengeber Raffael eingewechselt worden. Zwei Kandidaten also, die nicht so lange in die Eistonne müssen wie die überstrapazierten Stindl & Co. Hecking also verfügt über frische Kräfte für einen möglichen 120-minütigen Einsatz im hohen Norden. Verzichten muss die Borussia weiterhin auf Offensivspieler Thorgan Hazard. Der Belgier hatte sich im Duell mit Florenz eine schmerzhafte Knie- und Schienbeinverletzung zugezogen und pausiert mindestens bis zum Wochenende. Auch das erhöht die Einsatzchancen von Hahn: „Das wird ein heißer Kampf“, sagt er. Und dafür spielt er Fußball.

Mögliche Aufstellung: Sommer - Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt - Hahn, Dahoud, Kramer, Hofmann - Raffael, Stindl

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