Mönchengladbach - Korbs nächste Herausforderung

Korbs nächste Herausforderung

Von: Bernd Schneiders
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Vorgerückt, nicht nur an der Außenlinie: Julian Korb spielt derzeit eine gute Rolle bei Borussia Mönchengladbach. Foto: sport/Jan Hübner

Mönchengladbach. Der Champions-League-Rausch ist vorbei, für Katerstimmung besteht wenig Anlass. Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert kann sich nun ganz auf die Bundesliga, am kommenden Dienstag unterbrochen von der Pokal-Aufgabe zu Hause gegen Werder Bremen, konzentrieren.

Spiel eins nach der Königsklassenära führt seine Mannschaft gleich zu einer hohen Hürde in Leverkusen. Am Samstagabend (18.30 Uhr) kann Borussia beweisen, dass sie die Strapazen von den Duellen mit den europäischen Top-Klubs Bayern München und Manchester City nicht nur körperlich gut verarbeitet hat.

Bei aller Euphorie (Sieg über Bayern) und allem Stolz (erste Halbzeit gegen ManCity) kann und muss sich das Schubert-Team immer noch weiterentwickeln. Als Synonym für diese Aufgabe steht ein junger Mann, der nach eben diesen beiden Spielen mit Lob überschüttet wurde: Julian Korb. Bei näherem Hinsehen verkörpert dieser genau den Widerspruch, den Gladbach als Mannschaft insgesamt und der 23-Jährige persönlich noch lösen müssen. Die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr ist noch nicht gefunden. Zu häufig war in den vergangenen Spielen Borussias rechte Seite das Einfallstor für gegnerische Angriffe. Und das lag nicht nur am Rookie Nico Elvedi, der in der 3-5-2-Formation gemeinsam mit Korb das rechte Pärchen bildete.

Schubert hat seinen Spielern die defensiven Zügel gelockert, um das zuvor defizitäre Offensivspiel zu befeuern. Doch die drei Gegentore in Hoffenheim, die Unzahl an – nicht genutzten – Chancen der Bayern und die vier Gegentreffer in Manchester sollten Warnung genug sein. „Es macht natürlich mehr Spaß, wenn man mehr am Spiel nach vorne beteiligt ist. Ich denke schon, dass mir das zugute kommt“, sagt Korb und fühlt sich durch sein Tor gegen ManCity bestätigt. Verboten war es ihm aber auch unter Lucien Favre nicht, sich nach vorne nachhaltig einzumischen. Und spätestens, wenn Schubert zum 4-3-3 zurückkehrt, muss der Jungprofi seine defensiven Qualitäten verstärkt abrufen, um die Rechtsverteidiger-Position auf Dauer zu verteidigen.

Wenn Gladbach seine Ansprüche auf eine Wiederholung des Champions-League-Coups festigen will, müssen sich Korb und die Borussia insgesamt bei der Synthese aus Angriffs- und Verteidigungsfußball verbessern. Die linke Seite mit Oscar Wendt und Fabian Johnson lebt und legt diese Qualität vor. Leverkusen dürfte Korb heute eine gute Gelegenheit bieten, den Prozess im Duell mit Karim Bellarabi oder Admir Mehmedi anzugehen. Champions League und Bayern München war gestern, heute ist Bayer Leverkusen und der Bundesliga-Alltag mit den ebenfalls hochkarätigen Möglichkeiten, sich individuell und als Mannschaft weiterzuentwickeln.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer – Korb, Nordtveit, Christensen, Wendt – Dahoud, Xhaka - Drmic, Johnson – Raffael, Stindl

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