Hrgota darf bald auch im Nationalteam jubeln

Von: Hazard
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Mach‘s noch zweimal, Branimir: Gladbachs Stürmer Hrgota, beim Hinspiel in Sarajevo zweifacher Torschütze. Foto: sport/Aleksandar Djorovic

Aachen/Mönchengladbach. Lucien Favre weicht bei seiner Wortwahl nur in Nuancen ab, wenn er den nächsten Gegner Borussias stark redet. „Sie haben Qualität und sind klar gefährlich“, sagt der Schweizer über FK Sarajevo (meist sagt er: sehr gefährlich).

Die Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina versucht am Donnerstag, die Mönchengladbacher Fußballer zu ärgern. Die haben jedoch nach dem 3:2-Erfolg im Hinspiel die wesentlich bessere Ausgangsposition, um sich für die Gruppenphase der Europa League zu qualifizieren.

Mindestens 42500 der maximal 46279 Plätze im Borussia-Park werden besetzt sein, welche Anfangsformation sie ab 20.45 Uhr (live bei Kabel1) erleben werden, wird der Öffentlichkeit noch vorenthalten. Klar ist jedoch, dass Favre einige Spieler auf die Tribüne verbannen muss, denn bis auf Max Kruse, der wieder das Training aufgenommen hat, sind alle Akteure einsatzbereit. Und es ist denkbar, dass der Trainer ein wenig rotiert – was in diesem Spieljahr ohne großen Qualitätsverlust machbar ist. Vielleicht bekommt André Hahn eine Pause verordnet (für ihn könnte Patrick Herrmann in der Startelf debütieren), auch Fabian Johnson ist ein Kandidat. Und natürlich Weltmeister Christoph Kramer nach seinem kurzen, aber durchaus beeindruckenden Auftritt gegen den VfB Stuttgart.

Und auch Branimir Hrgota darf sich nicht allzu sicher sein, mit einem Einlaufkind den Platz zu betreten. Bis zu Kruses Rückkehr ist auch Thorgan Hazard ein Kandidat für die Position im Sturm.

Besserer Spiel-Partner

Der kleine Belgier wäre auf jeden Fall ein besserer Spiel-Partner für Borussias kreativste Kraft, Raffael. Für Hrgota sprechen allein seine Treffer (je zwei beim Hinspiel und im Pokal in Homburg), fußballerisch war es alles andere als prickelnd, was der (immer noch) junge Schwede angeboten hat. Aber es hat gereicht, um in den Fokus des schwedischen Nationaltrainers zu rücken. Auf seiner Facebook-Seite bestätigte der 21-Jährige, dass ihn Erik Hamren für das Testspiel gegen Estland und das EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich nominieren wird.

Ob mit oder ohne Hrgota, Tony Jantschke lässt keine Diskussionen zu. Borussias Innenverteidiger spricht unverblümt: „Wir haben die Qualität und wollen den Sack zumachen. Wir wollen weiterkommen, da gibt es keine Diskussion.“

Sarajevo hat mit durchaus ansehnlichem Fußball im Hinspiel überzeugt und sich in den bisherigen Qualifikationsrunden zweimal durch Auswärtssiege das Weiterkommen verdient. Gerade deshalb wäre ein Einsatz von Christoph Kramer nicht das Schlechteste, auch wenn er selbst sagt, dass er derzeit erst Luft für „maximal 60 Minuten“ habe. Denn bei allem Eifer und Ehrgeiz, in den bisherigen Saisonspielen haben im Mittelfeld Granit Xhaka und Havard Nordtveit nicht den Zugriff aufs Spiel bekommen, den sich sicherlich auch Favre wünscht. Und so sehnt auch der Coach die Rückkehr Kramers ein wenig herbei: „Er hat viel mehr Selbstvertrauen nach der WM. Das ist fantastisch für einen Trainer.“ (fö)

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb (Johnson), Stranzl, Jantschke, Dominguez - Nordtveit (Kramer), Xhaka - Herrmann (Hahn, Johnson), Traoré (Johnson) - Raffael, Hrgota

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