Gladbachs Aufstellung: Unvorhersehbar wie Lottozahlen

Von: fö
Letzte Aktualisierung:
lucien favre
Trainer Lucien Favre hat ein ganzes Füllhorn an Möglichkeiten. Gegen den SC Freiburg heute könnte er wieder auf Johnson setzen. Foto: dpa

Mönchengladbach. Sie spielen Lotto? Die Chance, sechs Richtige und die Superzahl angekreuzt zu haben, steht bei 1:139.838.160, hat mal jemand herausgefunden. Gut, die Chancen, die richtige Aufstellung des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach vorherzusagen, ist ungleich größer. Aber einfach nicht.

So manch’ ein Kollege beneidet Trainer Lucien Favre für seine personellen Möglichkeiten. Und von denen macht der Schweizer regen Gebrauch. Dienstag wieder, wenn der SC Freiburg als erster Gast im Fußballjahr 2015 dem Borussia-Park einen Besuch abstattet (20 Uhr). Dass die Mönchengladbacher drei Tage nach dem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart und drei Tage vor dem Auftritt bei Schalke 04 mit der Startaufstellung vom Samstag beginnen, ist so wahrscheinlich wie vier Richtige im Lotto.

Mit Superzahl (die Chance liegt bei 1:10.324). Bei Favre dürfte es heißen: „Change the winning team.“ Denkbar sind Wechsel in der Abwehr (Dominguez für Wendt), wahrscheinlicher aber in der Offensive, auch wenn mit Ibrahima Traoré (kommt am Dienstag vom Afrika-Cup zurück) und André Hahn (verletzt) zwei Kandidaten nicht zur Verfügung stehen. Dafür aber Raffael und Thorgan Hazard, die für Branimir Hrgota und Patrick Herrmann bzw. Fabian Johnson eine Chance bekommen könnten.

Vor allen Johnson hätte eine erneute Chance auf einen Startelf-Einsatz verdient nach der guten Leistung in Stuttgart. Der Sommer-Zugang aus Hoffenheim, der noch das größte Steigerungspotenzial aller Neuen hat, überzeugte in Stuttgart auf der linken Offensivbahn. Und, was für Favre wichtig ist, er harmonierte sehr gut mit Hintermann Wendt. Der US-Nationalspieler („ich hoffe, dass es so weitergeht“) wäre zudem auf seiner Lieblingsposition hinten rechts eine Alternative, gerade in einem Heimspiel gegen einen sicherlich nicht stürmisch agierenden Gegner wie den SC Freiburg, in dem ausgeprägtes Flügelspiel nicht zu verachten wäre.

Und offensiv hat der 27-Jährige klare Vorteile gegenüber Julian Korb, der defensiv dafür (noch) besser agiert. Oder Tony Jantschke spielt hinten rechts und Dominguez in der Innenverteidigung neben dem in Stuttgart überragenden Martin Stranzl. Viele Fragen, und die Antworten sind unvorhersagbar wie die Lottozahlen… Keine Frage ist, dass Granit Xhaka Dienstag (Fußball) spielen wird.

Der Schweizer, einer der Leistungsträger und seit seinem Wechsel 2012 stetig besser geworden, hat seinen Vertrag am Montag bis 2019 verlängert, mit einer Option bis 2020. „Ich fühle mich bei Borussia rundum wohl und bin hier in meiner dritten Saison endgültig angekommen“, sagt der 22-Jährige.

Mögliche Aufstellung: Sommer – Korb (Johnson), Stranzl, Jantschke, Wendt (Dominguez) – Kramer, Xhaka – Hazard (Herrmann), Johnson (Herrmann) – Raffael (Hrgota), Kruse

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert