Gladbacher Elchtest am Samstag in Wolfsburg

Von: bsc
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Mo Dahoud (links) im Zweikampf mit Martin Harnik vom VfB Stuttgart. Foto: dpa

Mönchengladbach. Fragte man Oscar Wendt bis zum vergangenen Mittwoch, warum denn nur die defensive Stabilität von Borussia Mönchengladbach immer noch zu wünschen übrig ließe, antwortete der Linksverteidiger: „Wir haben zu selten die Viererkette mit den gleichen Leuten gespielt. Und das ist einfach extrem wichtig, weil man genau wissen muss, wie die Kollegen laufen.“

Beim 4:0 über den VfB Stuttgart aber sorgte der Schwede, dessen notorische Nichtnominierung für die Nationalmannschaft seines Landes fast ebenso rätselhaft ist wie der missratene Saisonstart der Gladbacher, mit seinem Muskelfaserriss nach knapp 30 Minuten selbst dafür, dass die Abwehrformation erneut eine andere sein wird. Es sei denn, André Schubert setzt erneut auf eine Dreierkette, was am Samstag gegen einen möglichen Dreiersturm des VW-Klubs in Wolfsburg eher unwahrscheinlich ist.

Der neue Mann in der Viererkette könnte Zugang Martin Hinteregger sein. Aber nicht ohne Vergnügen weist der Gladbach-Trainer auf die Optionen Nico Elvedi und Fabian Johnson hin. Der 44-Jährige pflegt und entwickelt die Flexibilität, individuell, aber auch in taktischer Hinsicht. Trotzdem fordert er auch irdische Qualitäten ein, speziell in der Wolfsburger Arena. „Es wird auch eine Frage des Willens und des Dagegenhaltens, denn der Boden wird tief sein.“ Doch durch zu viele personelle Änderungen würde er eine Mannschaft, die gegen den VfB gerade ihre Balance gefunden zu haben scheint, verstärkt durchein-anderwirbeln.

Wichtiger aber als jeder personelle Eingriff dürfte einmal mehr die Einstellung der Gladbach-Profis sein. Das zweite zu Null hintereinander, bis vor kurzem noch eine wunderbare und realitätsferne Vorstellung, lag vor allem an der Abstimmung der beiden Sechser. Granit Xhaka, eigentlich ebenso wie Mo Dahoud mehr ein Achter, nahm sich beispielhaft zurück und ließ bei Offensivaktionen zumeist seinem jungen Kollegen den Vortritt.

Diese Absicherung muss erst recht beim VfL Wolfsburg greifen. Denn dessen Trainer Dieter Hecking analysiert die Schubert-Elf: „Man sieht in dieser Rückrunde auch, dass man sie im Umkehrspiel treffen kann und hier manchmal Räume zu finden sind.“

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit, Hinteregger - Hazard, Dahoud, Xhaka, Johnson - Stindl, Raffael

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