Mönchengladbach - Gladbach will auf Schalke auf Kurs bleiben

Gladbach will auf Schalke auf Kurs bleiben

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Täter und Opfer: Nach seiner Roten Karte im Hinspiel musste der Schalker Johannes Geis (rechts) fünf Spiele pausieren, André Hahn mit seiner schweren Knieverletzung fast fünf Monate. Foto: sport/Team 2

Mönchengladbach. Wenn Borussia Mönchengladbach am Freitag auf Schalke spielt (20.30 Uhr), dann kann eine Menge passieren, aber was genau, wird erst nach Abpfiff feststehen, das ist der Grund, warum sich 62.271 Menschen diese Begegnung anschauen möchten, die Veltins-Arena ist ausverkauft.

Noch nicht mal André Schubert kann sagen, wie das Freitagabend laufen wird, dabei ist Schubert ziemlich nah dran an der Gladbacher Mannschaft, er trainiert sie ja.

Der Fußball schreibt die verrücktesten Geschichten, aber an den Spielplan hält er sich dann meistens doch. Wie die Begegnung in Gelsenkirchen läuft, kann Schubert nicht wissen, aber sie wird kaum dazu führen, dass die Bundesliga danach alle weiteren Partien absagt, da legt er sich fest. Schubert sagt: „Es fällt noch keine Entscheidung darüber, auf welchem Tabellenplatz wir am Ende landen.“

Mit Schalke gegen Gladbach wird der 27. Spieltag eröffnet, aber manche haben bereits lange vorher die Endspiel-Wochen ausgerufen, in denen jede Begegnung eine entscheidende ist. Im Kampf gegen den Abstieg und um die Plätze für Europa und Champions League. Schubert mag diese Geschichten nicht, seit drei Wochen bestreite seine Mannschaft bereits Endspiele. Er sagt: „Auf Schalke haben wir ein sehr, sehr wichtiges Spiel, bei dem es um drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten geht.“ Mehr nicht. Ist ja aber auch genug.

Weiterentwicklungen

Wenn Borussia Mönchengladbach, Tabellenvierter, 42 Punkte, auf Schalke, Fünfter, 41 Punkte, trifft, dann ist das auch die Begegnung zweier Mannschaften, deren Entwicklung der vergangenen Monate Parallelen aufweist. Bei beiden kam der Erfolg mit einem neuen Trainer, bei Gladbach war es Schubert, bei Schalke André Breitenreiter. Beide krempelten ihre Mannschaften nicht komplett um, sondern entwickelten sie behutsam weiter.

Breitenreiter schob seine Abwehr Stück für Stück nach vorne, bis aus Schalke eine Mannschaft geworden war, die mit starkem Pressing den Gegner beständig unter Druck setzen kann. Auch Schubert brachte seine Spieler dazu, nach Ballverlusten länger nachzusetzen, bevor sie wieder auf den in der Formation vorgesehenen Platz zurückkehren. Die Außenstürmer spielen bei ihm eine wichtigere Rolle, weil sie weiter Richtung Zentrum rücken und dort Lücken füllen, die die eigentlichen Spitzen hinterlassen, wenn sie sich fallen lassen.

Von Vorgänger Lucien Favre wollte Schubert die stabile Defensive übernehmen, was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Was zum einen daran liegt, dass die Viererkette, die zu Beginn der Saison noch verteidigte, mittlerweile geschlossen auf der Verletztenliste steht. Und zum anderen, dass Schubert das Ziel verfolgt, sein Team taktisch so flexibel aufzustellen, dass es während des Spiels in der Lage ist, die Formation an vom Gegner abhängige Gegebenheiten anzupassen.

Schubert sieht die vergangenen Spiele als Beleg, auf diesem Weg bereits ein Stück vorangekommen zu sein. Auch die Auswärtsauftritte, obwohl Gladbach in der Rückrunde außerhalb des Borussia-Parks noch kein Spiel gewonnen hat. Schubert sagt: „Ich erwarte, dass wir auf Schalke genau so mutig und weiter so gut nach vorne spielen wie zuletzt.“ Könnte passieren.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer – Elvedi, Christensen, Nordtveit, Hinteregger – Hazard, Xhaka, Traoré, Johnson – Stindl, Raffael

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