Gladbach startet am Tegernsee in die heiße Phase der Vorbereitung

Von: Morten Ritter
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Dieter Hecking Borussia Mönchengladbach Trainer
In den ersten beiden Trainingswochen und bislang vier Testspielen hat sich Hecking vor allem einen Überblick über die neuen, jungen Spieler machen können. Symbolfoto: Marius Becker/dpa

Rottach-Egern. Der Kampf um die Stammplätze geht in die erste heiße Phase. Zum sechsten Mal insgesamt, aber erstmals mit Trainer Dieter Hecking startet Borussia Mönchengladbach im mondänen Rottach-Egern am Tegernsee die Saisonvorbereitung.

 „Jetzt geht es richtig los. Am Anfang fehlen ja immer viele Spieler”, sagte Borussias Trainer, der sich nach den Bedingungen am Tegernsee gar nicht groß erkundigt hat. „Wenn ein Verein zum sechsten Mal dort hinfährt, müssen die Bedingungen gut sein”, sagte Hecking.

Bis auf die verletzten Profis Timotheé Kolodziejczak (Muskelfaserriss) und Josip Drmic (Aufbautraining) sowie die beiden Nationalspieler Lars Stindl und Matthias Ginter ist die Mannschaft im Trainingslager komplett. Die beiden Confed-Cup-Sieger werden erst in der nächsten Woche einsteigen.

Hecking hofft, dass sein Kapitän schnell in den Rhythmus findet. „Lars hat jetzt vier Wochen unter Wettkampfbedingungen gespielt und trainiert, hat fünf von sieben Länderspielen gemacht. Da hat er nicht viel verloren. Wir gehen davon aus, dass er physisch sehr schnell ein hohes Niveau haben wird”, meinte Gladbachs Coach.

In den ersten beiden Trainingswochen und bislang vier Testspielen hat sich Hecking vor allem einen Überblick über die neuen, jungen Spieler wie Reece Oxford, Mickael Cuisance und Julio Villalba machen können. Sein Eindruck: „Charakterlich passen die neuen Spieler alle rein.”

Täglich zwei Einheiten und ein Doppel-Test am Donnerstag gegen Leeds United (14.15 Uhr) und OGC Nizza (18.00 Uhr) stehen auf dem Programm. Dabei kommt es dann erstmals zum Wiedersehen mit dem ehemaligen Borussen-Trainer Lucien Favre, der mit seinem französischen Team nach Rottach-Egern kommt.

Die neuformierte Mannschaft

In den bisherigen Testspielen blieben die Gladbacher zwar unbesiegt, doch vor allem beim Telekom Cup am Wochenende im Borussia-Park gegen die Bundesliga-Konkurrenten Bremen und Hoffenheim lief es speziell in der Offensive noch nicht rund. Von den jungen Spielern war der Coach allerdings angetan. „Sie haben mir sehr viel Positives gezeigt”, sagte Hecking.

Die neuformierte Mannschaft wird sich im Stil und Auftreten nicht wesentlich verändern. „Wir können Ballbesitz spielen und auf Konter. Man muss sich jedes Wochenende neu einstellen. Von daher kann man nicht nur ein Schema spielen”, meinte der Trainer.

Wenn am Ende dabei in der Liga wieder ein einstelliger Tabellenplatz zu Buche schlägt, dürfte zumindest Sportdirektor Max Eberl zufrieden sein. „In den vergangenen sechs Jahren gab es drei Clubs, die eine Saison immer einstellig abgeschlossen haben - Bayern, Dortmund und wir! Wenn das nur drei Mannschaften schaffen, dann muss dieses Ziel also auch eine Wertigkeit haben”, sagte Eberl dem Fachmagazin „kicker”. Hecking glaubt, dass die kommende Spielzeit besonders spannend wird. „Das wird eine knallharte Saison, in der man auch plötzlich mal sieben Punkte hinter den europäischen Plätzen liegen kann.”

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