Gladbach, Glasgow und zwei Giganten

Von: bsc, dpa
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Feierabend: Tobias Strobl (l.) und Nico Elvedi erreichen die inzwischen ausgeloste Gruppenphase der Champions League. Foto: imago/Eibner

Mönchengladbach. André Schubert suchte – nach einem Haar in der delikaten 6:1-Suppe gegen Young Boys Bern. Doch Borussia Mönchengladbachs Trainer fand es einfach nicht. „Selbst das 1:5 war nicht zu verhindern, einfach ein Traumtor.“

Das die Freude über den erneuten Einzug in die Gruppenphase der Champions League nicht ansatzweise schmälerte. Besonders einfach war das abzulesen an Tobias Strobl. Gladbachs Neuzugang leuchtete mit seinem strahlenden Gesicht den Mixed-Zonen-Raum so gut aus, dass eigentlich alle Kamerascheinwerfer überflüssig waren. „So hatte ich mir das vielleicht erträumt, aber nicht vorgestellt.“

Als Ergänzungsspieler geholt, hat sich der ehemalige Hoffenheimer von vielen unerwartet in kurzer Zeit zum wichtigen Mannschaftsbestandteil hochgearbeitet. Auch beim Torfestival gegen Bern überzeugte der 26-Jährige durch unaufgeregte und wertige Abwehrarbeit. Die Trefflust seiner Kollegen machten Strobl zum Marathonmann. „Jedes mal zum Jubeln nach vorne laufen“, beschrieb er den süßen Mehraufwand. Die zusätzlichen Kilometer waren aber nicht der Grund, dass der gebürtige Münchner in Halbzeit zwei ausgewechselt wurde. „Ich habe mir beim Aufstehen den Rücken verdreht.“ Seiner dicker Zeh hatte aber nicht wie der von Diskuswerfer Robert Harting vergeblich den Lichtschalter gesucht. Es geschah am Mittag vor dem Spiel.

Nachts nach dem Spiel überraschte Schubert noch mit einer lockeren Einstellung zur kommenden Auslosung: „Es ist mir schnurz-egal, in welchen Topf wir sind.“ Fast 24 Stunden später hat er sich vielleicht noch mal an seine Worte erinnert. Da wurden in Monaco die Champions-League-Gruppen ausgelost – und am härtesten traf es: Genau, Mönchengladbach. Die Mannschaft trifft in Gruppe C auf Barcelona um Ex-Torwart Marc-André ter Stegen, Manchester City unter Bayerns Ex-Coach Guardiola und den schottischen Meister Celtic Glasgow.

„Eine große Herausforderung. Wir sind aber nicht vermessen und sagen, wir wollen Barcelona oder ManCity angreifen. Wir haben aber im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir in den letzten fünf Spielen mithalten konnten“, sagte Manager Max Eberl.

Gleich zum Start am 13. September geht es für die Borussia nach Manchester. Der erste Festtag im Borussia-Park ist 15 Tage später, wenn Barcelona zu Gast ist.

Der FC Bayern München will derweil zur schnellen Revanche gegen Atlético Madrid blasen. Borussia Dortmund trifft schon wieder auf Dauerrivale Real Madrid. Die Gruppenphase der Fußball-Königsklasse wird jedenfalls für die Bundesliga-Klubs zu einer großen spanischen Bewährungsprobe.

„Es ist eine schwierige Gruppe, da müssen wir aufpassen“, warnte Bayern-Coach Carlo Ancelotti, nachdem der walisische Ex-Star Ian Rush dem deutschen Rekordmeister im Forum Grimaldi von Monaco das schnelle Wiedersehen mit Halbfinal-Bezwinger Atlético beschert hatte. Schon am 28. September steht am zweiten Spieltag nach dem Auftakt gegen FK Rostow die erneute Reise nach Madrid an. Zum Gruppenfinale am 6. Dezember kommt der Vorjahresfinalist dann in die Allianz Arena.

Titelverteidiger Real ist am 27. September der zweite Gegner für Dortmund – nach dem Auftakt in der Gruppe F bei Legia Warschau. Außerdem geht es noch gegen Sporting Lissabon – auch der Bundesliga-Zweite sollte das Achtelfinale also erreichen können. Aber das Real-Los hat es in sich. „Gegen Real zu spielen, ist für Dortmund schon fast ein Klassiker. Wir freuen uns auf den Titelverteidiger, sagte Trainer Thomas Tuchel.

Die wohl leichteste, aber auch ausgeglichenste Gruppe zog der Bundesliga-Dritte Bayer Leverkusen. Die Werkself trifft in ihr auf ZSKA Moskau, Tottenham Hotspur und AS Monaco und hat demnach gute bis sehr gute Chancen das Achtelfinale der Champions League zu erreichen.

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