Gladbach: Erst die Pflicht, dann die Königsklasse

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Will in Freiburg wieder applaudieren: Gladbachs Trainer André Schubert. Foto: imago/ Laci Perenyi

Mönchengladbach. Größer kann der Kontrast im Programm kaum sein: Bevor es am Dienstag zum Auftakt der Champions League zu Manchester City und Pep Guardiola geht, ruft die Bundesliga-Pflicht im beschaulichen Schwarzwald-Stadion beim Aufsteiger SC Freiburg (15.30).

Zur Erleichterung von Borussias Trainer André Schubert kehrten alle Nationalspieler unversehrt von ihren Länderspielreisen zurück. Bis auf die Langzeitverletzten Alvaro Dominguez, Mamadou Doucouré und Josip Drmic stehen ihm am Samstag im Breisgau alle Profis zur Verfügung. Dennoch sieht der Chefcoach der Partie mit Respekt entgegen: „Die Freiburger wollen ihren Fans im ersten Heimspiel seit dem Wiederaufstieg etwas bieten. Zudem haben sie eine sehr laufstarke Mannschaft.“ Flexibel sei die Truppe von Trainer Christian Streich, zudem extrem gefährlich bei Standards.

Schubert und die Statistiken

Von der bisher mäßigen Ausbeute der Gladbacher in Freiburg, wo es in 14 Bundesligaspielen nur einen Sieg gab, will Schubert allerdings nichts wissen: „Mir sind Statistiken egal. Mich interessiert mehr, wie Freiburg spielt und wie wir darauf reagieren können.“

Wie stark die von ihm im bisherigen Saisonverlauf praktizierte personelle Rotation diesmal ausfällt, ließ der Coach offen. Vor allem in der Offensive ist die Auswahl für ihn groß. Es ist also nicht zu befürchten, dass ein Gladbacher Spieler die Partie in Freiburg auf die leichte Schulter nehmen oder sich gar schonen wird. Die Konkurrenz im Team ist dermaßen groß, dass sich niemand eine lasche Einstellung erlauben kann. Selbst im Training sind die Profis immer hochkonzentriert bei der Sache. „Unsere Mannschaft geht sehr gut miteinander um, auch mit der Konkurrenzsituation. Das macht uns stark“, kommentierte Schubert. „Jeder Spieler will spielen, aber die Jungs respektieren sich. Das spricht für den Charakter des Teams.“

Auch deshalb werden sich die Freiburger – die erhebliche Personalsorgen in der Defensive plagen – wohl kaum auf die Borussia freuen. „Da wird sich niemand vor Vergnügen auf die Schenkel klopfen“, weiß Schubert um den Respekt, den sich die Fohlenelf mittlerweile erworben hat. Am Samstag gilt es, diese Wertschätzung zu bestätigen.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Elvedi, Christensen, Jantschke - Strobl, Kramer - Herrmann, Wendt - Stindl - Hazard, Raffael

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