Gibt's für Borussia die Belohnung gegen RB Leipzig?

Von: Bernd Schneiders
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Will sich nicht unterkriegen lassen: Tony Jantschke (rechts) „erträgt“ die Attacke seines Torhüters Yann Sommer. Foto: imago/DeFodi

Mönchengladbach. Tony Jantschke hat überzeugt in den vergangenen Wochen auf der Rechtsverteidigerposition. Wenig überraschend trifft das auch für sein „unsportliches“ Auftreten, etwa wie nach dem unglücklichen 0:1 gegen den AC Florenz, vor den Mikrofonen und Stenoblöcken zu. „Wir wären ganz schön dämlich, wenn wir uns von so einem Spiel umwerfen lassen würden.“

Es klang selbstbewusst, trotzig und sogar warnend für den kommenden Gegner, RB Leipzig, am Sonntag in der Fußball-Bundesliga. „Ein schickes Spiel“, urteilt der Mann aus Hoyerswerda über das Duell mit dem einzigen Ostklub in der höchsten deutschen Spielklasse.

Gerade für einen, bei dem taktische und außerfußballerische Intelligenz Hand in Hand gehen, ist die sportliche Auseinandersetzung mit dem ungewöhnlichen und ungewohnt erfolgreichen Aufsteiger höchst reizvoll. „RB steht für hohes Pressing und hohe Laufbereitschaft, wir stehen gut und schalten gut um.“ Hört sich nach einem 50:50-Spiel an, was die Chancen auf einen Sieg angeht.

Am Donnerstagabend zauberten Jantschke & Co. ein 90:10-Spiel auf den Platz des Borussia-Parks – und verloren dennoch. Das 0:1 schmälert die Möglichkeiten, mit einem Erfolg im Rückspiel in der Toskana noch ins Achtelfinale der Europa League einzuziehen. Auf „70:30 zugunsten von Florenz“ beziffert Max Eberl die Chancen aufs Weiterkommen. Doch wie sein Trainer gibt sich Gladbachs Sportdirektor kämpferisch.

„Wenn wir das in Florenz zeigen, habe ich den Mut zu sagen, wir haben noch längst nicht verloren.“ Unterstützend für die These führte der Manager eine Entwicklung an, die ebenso neu wie sensationell ist: „Wenn ich jetzt unsere letzten Statistiken nehme, haben wir auswärts besser gespielt und gepunktet als zu Hause.“

Echte Herausforderung

Ohne Heimstärke aber dürfte die noch etwas vage Hoffnung auf eine Platzierung in der Bundesliga-Endtabelle unter den ersten Sechs vollends unrealistisch sein. Und speziell nach dem hohen Aufwand, den die Hecking-Elf gegen die Italiener betrieben haben, dürfte die Aufgabe am Sonntag gegen Leipzig eine echte Herausforderung sein.

„Auch wenn es wieder sehr lauf- und sprintintensiv wird, ist mir vor dem Spiel nicht bange“, stellte Eberl klar. „Die Art und Weise, wie wir gegen Florenz verteidigt und selber Chancen kreiert haben, stimmt mich zuversichtlich, dass wir bald wieder belohnt werden.“

Womöglich lässt es Hecking diesmal etwas ökonomischer angehen. Am Donnerstag war der Kräfteverschleiß gegen Ende der Partie trotz der Auswechslungen deutlich zu spüren. Und ob Gladbachs Trainer das Risiko eingeht, gegen RB Raffael gleich auflaufen zu lassen, scheint fraglich. Der Brasilianer könnte fürs Rückspiel am kommenden Donnerstag in Florenz ein Faustpfand sein, die Chancen auf ein Weiterkommen auf vielleicht 31 Prozent „hochzuschrauben“.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt - Hahn, Kramer, Dahoud, Johnson - Hazard, Stindl

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