Favres Team soll wieder „ruhiger Fußball spielen“

Von: Lukas Weinberger
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Wie im Hinspiel mutig dagegen halten: Zumindest hinter dem Einsatz von Granit Xhaka steht beim erneuten Aufeinandertreffen der beiden Borussias ein dickes Fragezeichen. Foto: sport/Chai v.d. Laage

Mönchengladbach. Manchmal, da lohnt ein Blick zurück eben doch. 5. Oktober 2013, achter Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Borussia Mönchengladbach empfängt Borussia Dortmund. Nach 90 Mininuten steht‘s 2:0 für Gladbach.

Nein, das war nicht der bislang letzte Sieg des Teams von Lucien Favre. Aber das Spiel hatte alles, was die Borussia seit Wochen vermissen lässt: Geduld, Mut, Effektivität. Die Dortmunder hatten damals 25 Mal aufs Gladbach-Tor gezielt – beeindruckend. Die Statistik der Hausherren hatte aber mehr zu bieten: sechs Torschüsse, zwei späte Tore, drei Punkte.

Mittlerweile sieht die Gladbacher Welt anders aus. Seit neun Spielen sieglos, viele Punkte trotz Führungen und zahlreichen Torchancen hergeschenkt. Doch am Samstag gibt‘s das Wiedersehen mit dem BVB. Ein gutes Omen?

Lucien Favre – frisch bis 2017 an Gladbach gebunden – ist kein Trainer, der so etwas in den Vordergrund stellen würde. Vor allem dann nicht, wenn er die Stärken des Gegners anpreist: Der BVB sei „sehr, sehr gefährlich“, er würde vor allem nach Balleroberung ein „hohes Tempo“ gehen. „Wir dürfen ihnen nicht zu viele Räume geben“, sagt Favre.

Was tun? Gladbachs Trainer hält gerne an Gewohntem fest, von seinem Lieblingssystem 4-2-3-1 wird er wohl auch in Dortmund nicht abrücken. Das sei immer eine Option, sagt Favre zwar – um dann doch anzufügen: „Aber wahrscheinlich nicht.“ Sein Erfolgsrezept ist viel simpler: Eine Prise weniger Hektik, ein Pfund mehr Geduld. „Wir müssen ruhiger Fußball spielen“, sagt der Schweizer. Ballverluste vermeiden, Situationen antizipieren. Und: „Wir müssen nach vorne spielen – sonst kommen die Dortmunder immer wieder.“ So etwas eben.

Doch ausgerechnet gegen die offensivstarken Dortmunder brechen Favre womöglich gleich zwei Stützen in der Defensive weg: Hinter dem Einsatz von Tony Jantschke steht ein dickes Fragezeichen. Eine Fußprellung zwingt den Allrounder momentan in die Knie. Und auch Granit Xhaka ist ein Wackelkandidat. Der Schweizer war „fünf, sechs Tage“ krank, sagte Favre.

Am Donnerstag habe der Schweizer leicht trainiert, ob er spielen kann, soll erst kurzfristig entschieden werden. Da kommt es fast gelegen, dass die Dortmunder auch einige Personalsorgen plagen – in der Offensive: Henrich Mchitarjan fehlt nach seiner fünften Gelben Karte, und auch Ex-Gladbacher Marco Reus wird mit muskulären Problemen wohl zuschauen müssen.

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