Favre-Schüler als Titeljäger unterwegs

Von: bsc
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Lucien Favre lebt derzeit im Land des Lächelns – auch heute im Ostwestfälischen? Foto: Hübner

Mönchengladbach. Der DFB-Pokal ist die einzige Chance für Borussia Mönchengladbach – einen Titel zu holen in dieser Saison. Meister zu werden ist ausgeschlossen, trotz des 2:0-Siegs bei den Bayern.

Und auch den inoffiziellen Titel als Lederhosenauszieher hat die Mannschaft von Lucien Favre nicht exklusiv: Sie teilt ihn mit dem VfL Wolfsburg. Recht neu aber und besonders angenehm ist der Fakt, dass Herrmann & Co. den Pokal nicht dazu nötig haben, in der kommenden Saison international zu spielen. Die Qualifikation für zumindest die Europa League sollte angesichts von 13 Punkten Vorsprung vor Hoffenheim auf Platz 7 höchst wahrscheinlich sein.

Diese entlastende Ausgangssituation unterstreicht die Entwicklung, die der einstige Krisenklub unter Sportdirektor Max Eberl und Trainer Lucien Favre genommen hat. Ob dies am Mittwoch auch zu einer gewissen Leichtigkeit bei der Bewältigung der Pokal-Aufgabe in Bielefeld verhelfen kann, bleibt abzuwarten. Unter mangelndem Selbstbewusstsein kann die Elf vom Niederrhein allerdings nicht leiden. Und eigentlich auch nicht an Selbstüberschätzung. Da sind der warn- und mahngierige Trainer vor sowie die mentale Hygiene in der Mannschaft. Selbst zeitweise Überspieler wie aktuell Patrick Herrmann und Max Kruse haben verinnerlicht, dass sie sich ihre Leistungshöhen immer hart erarbeiten müssen.

„Wir müssen die Favoritenrolle annehmen, klar im Kopf sein und Gas geben“, fordert Herrmann, der momentan auf einer Erfolgswelle surft. Dass Lucien Favre vorsorglich und ausdrücklich dem Gegner seinen Respekt zollt, ist wenig überraschend. „Das ist eine sehr engagierte und athletische Mannschaft, die hervorragend kombinieren, aber auch kontern kann“, erklärt der Schweizer Fußballlehrer. Und schiebt nach, wer das letzte erstklassige Opfer des ambitionierten Drittliga-Tabellenführers ist: „Sie haben mit Bremen eine der besten Mannschaften der Rückrunde rausgeworfen. Das sagt alles über ihre Qualität aus.“

Beim Erklimmen der Bielefelder Alm kann ein Österreicher nicht mithelfen: Abwehrchef Martin Stranzl wird auch im Ostwestfälischen fehlen. Das Ödem im Kniegelenk droht ihn länger schachmatt zu setzen. Nun muss Favre Stranzl nicht zwangsläufig wie bei der Hoffenheim-Gala durch Roel Brouwers ersetzen. Gegen den unterklassigen Gegner ist auch die Variante mit Alvaro Domínguez und Tony Jantschke in der Abwehrzentrale und dem flinken Julian Korb als Rechtsverteidiger möglich. Und auch der defensivstarke „Außenseiter“ Fabian Johnson hat nicht per se den Freibrief, erneut links offensiv auflaufen zu dürfen. Thorgan Hazard ist mehr als eine Option.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb, Jantschke, Dominguez, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Hazard - Raffael, Kruse

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