Mönchengladbach - Europa League: Borussia zaubert und verzaubert die Fans

Europa League: Borussia zaubert und verzaubert die Fans

Von: fö
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Starke Standards: Thorgan Hazard (links) trifft zweimal, Alvaro Dominguez, freut sich mit ihm. Links Mo Dahoud Foto: sport/Moritz Müller

Mönchengladbach. Rund um den Borussia-Park muss niemand aufkommende Euphorie ersticken. Bei den Fans nicht, im Verein erst recht nicht. Zu präsent sind auf den Rängen und dem Rasen noch die bitteren Tage in Liga Zwei oder die des Abstiegskampfes.

Gerade einmal dreieinhalb Jahre ist es her, dass die Borussia quasi ums Überleben gekämpft hat. Dreieinhalb Jahre später ist die Borussia eine feste Größe. In der Liga definitiv –und in Europa auch.

Jedenfalls atmosphärisch! Was sich am Donnerstagabend auf den Rängen im Borussia-Park abgespielt hat, erzeugte nicht nur bei Neuzugang Yann Sommer Glücksgefühle. Der Torwart, der mit einigen prächtigen Paraden in den ersten 20 Minuten den Weg zum furiosen 7:0-Erfolg gegen den FK Sarajevo und den Einzug in die Gruppenphase der Europa League ebnete, schaute sich immer wieder im weiten Rund um und gestand: „Ich hatte Gänsehaut.“ Eine solche Stimmung habe er nur selten erlebt – und die will der Schweizer noch oft erleben.

Favres Freude über das Los Zürich

Dass der Borussia-Park bei den drei Heimspielen in der Gruppe A ausverkauft sein wird, ist keine gewagte These, die Vorfreude auf die Duelle mit dem FC Villarreal, dem FC Zürich und Apollon Limassol ist bei allen Beteiligten groß. Speziell natürlich bei Trainer Lucien Favre, denkt er an seinen Ex-Klub. „Es ist schön, dass ich nach Zürich zurückkehren werde, ich hatte dort vier fantastische Jahre.“ Favre wäre nicht Favre, würde er nicht auch sagen: Die Aufgabe wird nicht leicht, der FC verfügt über viel Qualität.“ Das gilt natürlich auch für die Spanier und Zyprer, und man muss dem Trainer recht geben bei seiner Einschätzung: „Es wird ein großer Kampf, die Gruppe ist sehr ausgeglichen.“

Borussias Europa-Tour beginnt am 18. September zu Hause gegen Villarreal (19.00 Uhr/siehe Spalte rechts), die Liga-Tour geht schon am Sonntag weiter. Zum SC Freiburg „fahren wir auf jeden Fall selbstbewusst“. Sagt Branimir Hrgota, das schwedische Stürmer-Phänomen. Gegen Sarajevo zeigte sich der 21-Jährige spielerisch verbessert nach seinem eher dezenten Auftritt gegen den VfB Stuttgart, herausragend ist jedoch seine Leistung vor dem Tor zu bewerten. Drei Treffer steuerte er gegen die Bosnier bei (34., 67., 82.), nachdem André Hahn mit seinem feinen Rechtsschuss nach 20 Minuten alle Borussen von allen Hemmungen befreite. Granit Xhaka krönte seine Schusskraft endlich einmal mit einem Tor (24.). Und Neuzugang Thorgan Hazard ließ es sich nicht nehmen, per Foulelfmeter (74.) und mit einem feinen Freistoß (90.+2) seine ersten Pflichtspieltore zu erzielen. Der Belgier, 21 Jahre jung, und auch Mo Dahoud, 18, der 35 Minuten lang die Atmosphäre aufsaugen durfte, haben die Alternativen für Favre („Es war von der Bank sehr schön anzusehen wie die Mannschaft gespielt hat“) weiter erhöht.

In Freiburg kann er am Sonntag wahrscheinlich auf alle Akteure zurückgreifen, denn nach Weltmeister Christoph Kramer, der 55 Minuten klang sein Saisondebüt gab, könnten auch Harvard Nordtveit (fehlte wegen einer Sprunggelenkverletzung) und erstmals vielleicht sogar nach seiner Operation Max Kruse zur Verfügung stehen.

Eine Chance für Herrmann?

Denkbar, dass Favre wieder ein bisschen rotiert, die Möglichkeiten hat er. Patrick Herrmann und der gegen Sarajevo nicht eingesetzte Ibrahima Traoré könnten die Außenbahnen besetzen, gesetzt im Angriff sollte dagegen Branimir Hrgota sein, sieben Treffer in vier Pflichtspielen sind eine herausragende Quote.

Beim SC Freiburg, der auf den für zwei Spiele gesperrten Karim Guédé sowie die verletzten Sebastian Freis und Sascha Riether verzichten muss, geht es für Borussia um nicht mehr oder weniger als den happigen Saisonstart mit fünf Spielen in 16 Tagen ohne Niederlage abzuschließen. Dann wäre der Auftakt ins Spieljahr ein richtig guter. Ohne auch nur ansatzweise in Euphorie zu verfallen...

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