Mönchengladbach - Eberl vertraut Schubert seine Mannschaft an

Eberl vertraut Schubert seine Mannschaft an

Von: Bernd Schneiders
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Auf gute Zusammenarbeit – bis 2017: André Schubert (sitzend) und Max Eberl. Foto: sport/Team 2

Mönchengladbach. Hätten André Schubert und Max Eberl für jede Nachfrage zur Zukunft von Borussia Mönchengladbachs Interimstrainer fünf Euro erhalten, Gladbachs Sportdirektor könnte in der Winterpause den nächsten Millionentransfer stemmen. Doch das ist vorbei: Schubert erhielt wie erwartet einen Vertrag als Cheftrainer – bis 2017.

„So ein Zirkus wegen einer Unterschrift“, kommentierte der 44-jährige und nun ehemalige U 23-Coach spöttisch den Medienauftrieb am Borussia-Park nach der Bekanntgabe des Deals. Schubert bleibt unaufgeregt. Glaubhaft hatte er bereits in den Wochen zuvor behauptet, eine Arbeit als Trainer in der Ersten oder Zweiten Liga gehöre nicht zu seinem Lebensglück. In Gladbach aber darf der überzeugte Jugendtrainer weiter wie zuvor mit jungen Spielern arbeiten – Gladbach besitzt einen der jüngsten Kader der Liga.

Das wochenlange Zögern des Max Eberl ist erklärlich: Nach einem Trainerwechsel surfen zu viele Nachfolger ohne eigenes Zutun auf einer Erfolgswelle – einfach, weil sie der Andere sind. Seit dem 21. September aber hatte der Manager, der eigentlich eine andere Lösung im Kopf hatte, die Gelegenheit zu beobachten, was wirklich in seinem eigentlich für eine andere Aufgabe geholten Angestellten steckt. „Durch die Resultate und seine Art und Weise zu arbeiten, erwuchs er als Kandidat im eigenen Haus“, erklärt Eberl. Zur längerfristigen Beobachtung verpflichtete auch die jahrelange gute Arbeit von Vorgänger Lucien Favre.

Diese ist immer noch die Basis der Gladbacher Stärke, auch wenn sie zu Beginn der Saison verschüttet war. Doch der Favreschen Grundlage fügte Schubert eine andere Ansprache und eine modifizierte Spielauffassung hinzu. Und der neue Cheftrainer erklärt: „Mein Auffassung von Fußball deckt sich mit der Philosophie des Vereins.“ So sehr, dass man ab dem Augsburg-Spiel den Verdacht haben könnte, Schubert sei nur eine Marionette und Max Eberl und Teammanager Steffen Korell würden die Strippen ziehen: Denn beide sind Hans-Meyer-Schüler. Der ehemalige Gladbach-Coach und heutige Vizepräsident predigte und lehrte den aktiven Fußball, inklusive der „Vorwärtsverteidigung“.

Nun darf Schubert bis 2017 zeigen, was er kann. Ein Vertrag bis zum Sommer hätte nur Nerven gekostet. Und die Journalisten viel Geld. Wenn sie jeweils fünf Euro für jede Frage hätten springen lassen müssen: Ist Schubert auch in der nächsten Saison noch Trainer?

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