Die erste von drei Begegnungen ist gleich ein Finale

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Eine Pause gegen Schalke würde nicht nur Lars Stindl fassungslos machen. Foto: imago/Team 2

Mönchengladbach. Sie alle hatten ihre schöpferischen Pausen: Raffael, Patrick Herrmann, Thorgan Hazard derzeit immer noch – durch Verletzungen. So blieb Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking die rein sportliche Entscheidung erspart, wer von seinen Offensivkünstlern am ehesten eine Ruhepause benötigte.

Doch es bleibt einer, der allen Anlass hätte, als erster den Finger zu recken, wenn sein Coach fragt: „Wer möchte mal ein Spiel aussetzen?“ Lars Stindl wird das niemals tun. Nicht vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04, noch überhaupt. Vielleicht sein Trainer? Wohl kaum, wenn man den naturdrögen Westfalen schwärmen hört: „Lars ist momentan nicht nur auf dem Platz in hervorragender Verfassung, auch neben dem Platz führt er die Mannschaft. Man merkt, dass er Selbstvertrauen hat und weiß, was er zu tun hat.“

Zwischen DFB-Pokal und Europa League würde sich – auf dem Papier – eine Auszeit gegen die Königsblauen im Bundesligaalltag am ehesten anbieten. Doch Max Eberl erhöht das Match zu einem Endspiel. „Das ist wie ein Finale“, meinte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Der Mann also, der einst Tabellenplatz 9 als Saisonziel ausgerufen hat und für diese Bescheidenheit milde belächelt wurde, scheint Euro-Blut geleckt zu haben.

Die Möglichkeit, am Ende der aktuellen Spielzeit unter den ersten sieben zu stehen, ist dank Dieter Hecking wieder realistisch. Und einer, der Borussia bei diesem vor Kurzem noch als Hirngespinst interpretierbaren Neuziel in die Quere kommen könnte, ist eben Schalke. Für den ehemaligen Wolfsburg-Trainer ist der Final-Charakter obligatorisch, ohne dass er mit einem „Von-Spiel-zu-Spiel-Denken“ nervt.

„Wir müssen unsere Arbeit in der Bundesliga verrichten, die Europa League wird erst interessant, wenn die Spiele anstehen“, meint Hecking zum ersten Aufeinandertreffen mit Königsblau. Dieses Arbeitsethos scheint für Gladbach gewinnbringend zu sein.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Jantschke, Christensen, Vestergaaard, Wendt - Hahn, Dahoud, Kramer, Johnson - Raffael, Stindl

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