Borussias langes Warten auf ein Erfolgserlebnis

Von: fö/dpa
Letzte Aktualisierung:
Mönchengladbach
Eines der wenigen Teams, das Gladbach in diesem Jahr besiegt hat, ist das aus Bremen. Bei Borussias 2:3-Niederlage im Wintertrainingslager in Belek ging es gut zur Sache. Foto: Uwe Anspach/dpa

Mönchengladbach/Aachen. Und jetzt gehört auch Viktor Skripnik zu den Menschen, die von Borussia Mönchengladbach ganz begeistert sind. „Sie gewinnen nicht nur gegen die Konkurrenten, sondern spielen auch noch guten Fußball“, sagt der Trainer von Werder Bremen. „Jeder weiß vorher wie sie agieren, aber am Ende sind sie dennoch erfolgreich.“ Folglich ist die Borussia für den Ukrainer das derzeit beste Team der Fußball-Bundesliga.

Für die Bremer ist die seit zwölf Spielen ungeschlagene Borussia sogar ein Vorbild geworden. „Sie haben ähnliche Mittel wie wir und sich kontinuierlich nach oben gearbeitet“, sagte Sportchef Thomas Eichin. „Diesen Weg, den sie gegangen sind, kann auch Werder gehen. Gladbach ist da unser Vorbild.“

Lobeshymnen, für die sich die Borussia nichts kaufen kann, schon gar nicht die beiden noch benötigten Punkte, um erstmals in ihrer Geschichte in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Ein Ziel, auf das sich die Gladbacher, bei denen bis auf Martin Stranzl alle Spieler einsatzfähig sind, fokussieren – allen Lobeshymnen zum Trotz.

Wer in den letzten Wochen die Top-Teams Bayern München (2:0), VfL Wolfsburg (1:0) und zuletzt Bayer Leverkusen (3:0) besiegt hat und dabei ohne Gegentreffer geblieben ist, muss nicht ängstlich nach Bremen fahren, auch wenn der bislang letzte Sieg mehr als 28 Jahre zurückliegt. Der dann jedoch mit 7:1 so hoch ausfiel wie kein anderer Auswärtssieg davor oder danach. Und hatte die Borussia nicht auch gegen Leverkusen seit 22 Heimspielen auf einen Sieg gewartet?

Die Borussia hat eine Entwicklung genommen, die noch Anfang des Jahres nicht zu erwarten war. So verlief das Trainingslager im türkischen Belek im Januar nicht optimal, nicht nur wegen der Testspiel-Niederlagen gegen Bremen (2:3) und Genclerbirligi Ankara (2:4). Sieben Gegentore in zwei Spielen, das ist übrigens genau die Anzahl der Gegentreffer, die Torwart Yann Sommer dann in 15 Rückrundenspielen kassiert hat.

In Belek gab es auch kleinere Unstimmigkeiten zwischen Trainer Lucien Favre und Fabian Johnson, der erklärt hatte, Rechtsverteidiger sei seine Lieblingsposition. Gegen Bremen konnte er dann aber keine Werbung in eigener Sache machen.

Ganz anders im weiteren Saisonverlauf, als der oft unauffällige US-Amerikaner durch seine Verlässlichkeit, sein taktisches Geschick und seine gute Defensivarbeit Stammspieler wurde – auf der linken offensiven Außenbahn. Dort, wo ihn Favre immer schon gesehen hat. Der 27-Jährige soll auch heute mithelfen, dass die finale Partie gegen den FC Augsburg am kommenden Samstag kein Finale wird.

So wie Skripnik die Borussia lobt, so lobt sein Gegenüber Favre die Werderaner: „Sie sind brandgefährlich bei Standards und Kontern.“ Sportdirektor Max Eberl, der Borussias Einzug in die Champions League mit dem Gewinn der Meisterschaft gleichsetzen würde, erklärte zur zuletzt diskutierten angeblichen Verpflichtung des Bremer Stürmers Franco di Santo: „Wir hatten definitiv keinen Kontakt zu di Santo. Ich habe gestern auch mit Thomas Eichin darüber gesprochen.“

Mögliche Aufstellung: Sommer - Korb (Jantschke), Brouwers, Jantschke (Dominguez), Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Johnson - Raffael, Kruse

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert