Borussia zwischen Eistonne und Rhythmus-Wechsel

Von: Bernd Schneiders
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André Schubert
Nach dem Weiterkommen im Pokal wartet am Freitag bereits die Bundesliga-Partie gegen Frankfurt. Foto: Armin Weigel/dpa

Mönchengladbach. Stürmer sollen eiskalt sein bei der Chancenverwertung. Das war André Hahn beim 2:0 seiner Mönchengladbacher über den VfB Stuttgart nicht. Der 26-Jährige vergab einige Chancen, und so mussten die Borussen nach der Führung durch Fabian Johnson (31.) bis zur 85. Minute kräftig investieren, bis Lars Stindl das Weiterkommen sichern konnte.

Die Voraussetzungen dafür, in der Bundesliga am Freitag gegen Eintracht Frankfurt effektiver zu sein, sind hoch: „Zwei Tage in der Eistonne“, beschrieb der Stürmer sein Regenerationsprogramm. Selbst der Mann, der für schier unbändige Kampf- und Laufbereitschaft steht, bewies am Dienstag „menschliche“ Züge.

Nicht dass Hahn nur einen Zentimeter weniger lief, aber in etlichen Situationen vor dem Tor fehlte die Konzentration. „Normalerweise mache ich solche Dinger blind.“ Doch seine Aktion „Jungbrunnen Eistonne“ wird von seinem Trainer stark beschnitten. „Zwei Tage? Sechs Minuten sind genug“, sagte André Schubert. An einen toreschießenden Eiszapfen mochte er dann doch nicht glauben.

Frankfurt wird der Auftakt eines anspruchsvollen Dreiers. „Jetzt stehen drei körperbetonte Spiele an“, prophezeite Lars Stindl: die Eintracht, dann das Champions-League-Spiel am Dienstag zu Hause gegen Celtic Glasgow und am Freitag nächster Woche in der Bundesliga bei Hertha BSC. „Aber wir wollen nicht jammern“, betonte der Kapitän. „Wir haben uns das erarbeitet, in diesem Rhythmus spielen zu dürfen.“

Bei Stindl selbst musste vor dem Anpfiff eine Blockade im Rücken gelöst werden, die er sich beim Warmmachen zugezogen hatte. Die manuelle Therapie half offensichtlich auch, die Torblockade nach dem 1:0 zu beheben. Zuvor musste Christoph Kramer mit Rückenproblemen raus (68.). Und auch Tobias Strobl horchte in sich hinein, fühlte Widerstände in seinem Körper und ließ sich auswechseln (70.). „Nichts Ernstes, alles Vorsichtsmaßnahmen“, beschwichtigte Schubert. „Aber der einzige, den es derzeit nicht zwickt, bin ich.“

Dennoch unwahrscheinlich, dass sich der Borussen-Coach morgen gegen die Eintracht selbst aufstellt. „Wir müssen lernen, mit der Belastung umzugehen.“ Und dazu gehört auch: „Einfach mal mehr den Ball laufen zu lassen.“ Hoffentlich mit Genehmigung der hyperkritischen Haupttribüne.

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