Borussia übt gegen Bilbao auch schon für Sarajevo

Von: bsc/dpa
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Max Eberl
„Um sich in der bosnischen Liga für die Europa League zu qualifizieren, braucht man Qualität“, mutmaßte Max Eberl. Foto: dpa

Nyon/Mönchengladbach. Die Presseabteilung von Borussia Mönchengladbach lieferte prompten Service: Bereits kurz nach der Auslosung des Gegners in der Play-off-Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League stillte sie die Neugier der Fans mit etlichen Kommentaren von Spielern, von Sportdirektor Max Eberl und von Vizepräsident Rainer Bonhof.

Eine Einschätzung von Trainer Lucien Favre fehlte. Wahrscheinlich auch deshalb, weil eigentlich jeder weiß, wie sie aussehen würde: „Ein sehr, sehr gefährlicher Gegner.“ FK Sarajevo also, und die Urteile von Christoph Kramer, Alvaro Domínguez und Tony Jantschke offenbaren das Problem: „Wir kennen den Gegner kaum“, heißt es unisono.

Ähnlich wäre eine Umfrage wohl vor wenigen Wochen bei den Mainzer Profis ausgefallen – jetzt aber haben die 05er Asteras Tripolis kennengelernt, mit denkbar ungünstigstem Ergebnis: Der griechische Nobody schoss den Bundesligisten am Vorabend der Auslosung aus dem Wettbewerb und nahm Mainz‘ Platz im Lostopf ein.

„Um sich in der bosnischen Liga für die Europa League zu qualifizieren, braucht man Qualität“, mutmaßte denn auch Max Eberl betont vorsichtig. Wie auch der Manager weist auch der Vizepräsident auf die besondere Atmosphäre im Hinspiel in Sarajevo (21. August/20.45) hin. „Die bosnischen Fans sind temperamentvoll, wir werden nicht nur gegen elf Spieler, sondern auch das ganze Stadion antreten müssen“, warnt Rainer Bonhof. Das Rückspiel sieben Tage später im Borussia Park (28. August) dürfte aber auch nicht ohne sein – und vor allem auch taktisch ein Vorteil.

Am Samstag ab 15.30 hat Borussia die Möglichkeit, sich schon mal ein Stückchen in Europa-Stimmung und -Form zu bringen. Athletic Bilbao ist als Gegner für die Saisoneröffnung eine harte, baskische Nuss. Bei der Generalprobe gegen den Tabellenvierten der abgelaufenen Saison der spanischen Primera Divisón wird der operierte Max Kruse (Harnstein) fehlen.

Champions-League-Qualifikation

Eine „Klasse“ höher ist auch Bayer Leverkusen mit seinem Los nicht wirklich unzufrieden. Bayers Weg zu den Champions-League-Millionen führt über den FC Kopenhagen mit dem ehemaligen Kölner Bundesligatrainer Stale Solbakken. „Man muss es nehmen, wie es kommt“, kommentierte der neue Bayer-Chefcoach Roger Schmidt.

Er will mit seinem Team „an die Leistungsgrenze gehen und die beiden Spiele erfolgreich bestreiten“. Das Hinspiel in der dänischen Hauptstadt findet am 19. August statt, das Rückspiel am 27. August in der BayArena. Die Leverkusener hatten als Bundesligavierter der Vorsaison die Play-offs zur Königsklasse erreicht.

Bayer-Sportchef Rudi Völler hält Kopenhagen für schlagbar, ließ bei Sky indes auch Skepsis anklingen: „Automatisch ist das Weiterkommen nicht.“ Das Schmidt-Team werde aber „alles tun“. Völler betonte: „Wir wollen in die Gruppenphase, auch wenn es ziemlich schwer wird.“

Völler zeigte sich erleichtert, dass Bayer dem vermeintlich schwierigsten Konkurrenten, Gladbachs Saisoneröffnungs-Gegner Athletic Bilbao, aus dem Weg gehen konnte: „Ich gebe gern zu, dass wir froh sind, nicht gegen Bilbao spielen zu müssen. Das war die stärkste Mannschaft des Fünfer-Topfs. Wir wollen Bilbao vermeiden. Die anderen sind wurscht.“ Kapitän Simon Rolfes befand: „Das ist ein gutes Los, die Aufgabe erscheint machbar.“

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