Borussia Mönchengladbach verliert gegen Ralf Fährmann

Von: Christoph Classen
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Fährmann, immer wieder Fährmann: Dass Schalke, 6 Torschüsse, gegen Mönchengladbach, 22 Torschüsse, 2:1 gewann, lag vor allem an Schalkes Torwart (Mitte). Foto: sport/Team 2

Gelsenkirchen. Nach der 1:2-Niederlage auf Schalke musste sich Max Eberl, Mönchengladbachs Sportdirektor, schnell korrigieren, zuerst sagte er, Gladbach habe „ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht“, aber wenig später stellte Eberl klar: „Wir haben ein großartiges Spiel gemacht.“

André Schubert, Gladbachs Trainer, sah es noch ein bisschen anders, er sagte: „Viel besser als heute können wir es nicht spielen.“ Seine Mannschaft habe „sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viele Chancen“ gehabt, Schubert sagte tatsächlich fünf Mal „sehr“, womit er nicht mal groß übertrieb.

Mit Glück, ohne Entschuldigung

Was die Deutung dieses Spiels angeht, wollten sie bei den Schalkern gar nicht widersprechen, dass es ein glücklicher Sieg gewesen war, hatte ja auch jeder gesehen, wobei André Breitenreiter, Schalkes Trainer, es doch ein bisschen anders sah. Er sagte: „Das war ein mehr als glücklicher Sieg.“ Breitenreiter sagte aber auch: „Wir müssen uns dafür nicht entschuldigen“, wobei Horst Heldt, Schalkes Manager, das nicht so stehen ließ, er präzisierte: „Ich entschuldige mich nicht für die drei Punkte, die wir mitnehmen.“

Dass es ein kurioses Spiel gewesen ist, darüber waren sich jedenfalls alle einig, weil Schalke es gewann, obwohl es am Ende auf sechs Torschüsse gekommen war, während für Gladbach 22 in der Statistik standen. Wie das kam, hätte am ehesten Ralf Fährmann beantworten können, Schalkes Keeper hatte so viele Chancen verhindert, dass er zum entscheidenden Mann in dieser Begegnung ernannt wurde, auch darüber waren sich alle einig, selbst Gladbachs Spieler hatten ihm gratuliert.

Aber Fährmann beantwortete keine Fragen, er trank unter der Dusche Bier, weil er diesen Moment genießen wollte. So sagte er es, als er als letzter Spieler aus der Schalker Kabine kam, um kurz vor Mitternacht.

Dass bei Mönchengladbach aus 22 Torschüssen nur ein Treffer geworden war – der von Andreas Christensen in der 79. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 –, hatte viel mit Fährmann zu tun. Aber dass Schalke aus sechs Schüssen zwei Tore machte, lag vor allem an Gladbachs Hintermannschaft. Die besorgte nämlich das 0:1 mit einer Eigenproduktion, bei der der Ball von Martin Hinteregger zu Havard Nordtveit prallte, von Nordtveit wieder zu Hinteregger und von dem schließlich ins eigene Tor (59.). Auch der zweite Schalker Treffer gehörte zur Hälfte Gladbach, weil Granit Xhaka den Schuss von Leon Goretzka (83.) entscheidend abgefälscht hatte.

Xhaka war wohl nicht nur deshalb nach dem Spiel ziemlich übel gelaunt, sondern auch, weil es das siebte in Folge war, dass seine Mannschaft auswärts nicht gewinnen konnte, ein Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Plätze war es auch. Aber es gab auch eine gute Nachricht, Xhaka formulierte sie so: „Zum Glück geht es jetzt zum Nationalteam, ich möchte dieses Spiel nämlich nie analysieren.“

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