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Borussia Mönchengladbach: Kommt gegen Schalke der Esprit zurück?

Von: bsc
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Wieder fit: Gladbachs Raffael. Foto: dpa

Aachen. Jammern verboten: Borussia Mönchengladbach ist sehenden Auges in die Saison 2016/2017 gegangen. Nicht nur Max Eberl war klar, dass der Kader für drei Wettbewerbe ausgelegt sein musste: Bundesliga, Champions League (bzw. erst mal die Qualifikationsspiele) und den DFB-Pokal.

Und Gladbachs Sportdirektor heimste Lob ein für die Qualität und die Ausgeglichenheit sowie die Ambivalenz seines Spielerreservoirs. Genau von dieser Dreifachbelastung hatten der Sportdirektor und die anderen Klub-Verantwortlichen geträumt. Es wäre beinahe schizophren, angesichts des 40. Pflichtspiels in dieser Spielzeit, heute im Borussia-Park im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Schalke zu klagen, der Akku sei leer.

Obwohl der Verein vom Niederrhein mit diesem Spiel die Tabelle der Strapazen anführt (vor Schalke mit dann 38, Bayern und Dortmund mit jeweils 36 Spielen). Dieter Hecking würde allerdings eh nicht klagen. Und so kommen seine Worte glaubwürdiger denn je daher: „Wir machen das nicht zum Thema.“ Leugnen aber kann er die Tendenz auch nicht. „Für uns ist es Normalität, dass bei den vielen Spielen hier und da mal ein Meter fehlen kann.“ Und dennoch gibt der 52-Jährige das kollektive Credo aus: „Es gibt nichts Schöneres, als alle drei Tage Fußball spielen zu dürfen.“

Zu sehen war der Abnutzungseffekt dennoch. Pikanterweise ausgerechnet in den beiden vergangenen Spielen. Bereits im Hinspiel vor einer Woche auf Schalke reichte nach einer guten ersten Halbzeit die Kraft nur noch halbwegs, sich dem königsblauen Ansturm entgegenzustemmen. Immerhin konnten die Hecking-Schüler ein 1:1 über die Zeit retten. Drei Tage später verlief das Bundesligaspiel beim HSV ähnlich. Doch gegen ausgeruhte Hamburger reichten die Reserven nicht mehr. Im letzten Drittel der Partie nutzten die Hanseaten die erneute Schwächephase der Borussen zum Siegtreffer.

Bei der Aufgabe am Donnerstag – ein 0:0 und jeder Sieg würde Gladbach ins Viertelfinale bringen – kann Hecking immerhin wieder auf einen ausgeruhten Dauerläufer zurückgreifen: Christoph Kramer ist nach der Zwangspause im Hinspiel entsperrt, und auch Raffael steht nach seinem grippalen Infekt zur Verfügung. Bei Lars Stindl (muskuläre Probleme im Hüftbereich) fällt die Entscheidung am Morgen im Abschlusstraining. „Es wird eine enge Kiste“, sagt Hecking, meint aber das Spiel an sich gegen wiedererstarkte Schalker.

Eng wird es auch für André Hahn. Gladbachs Kampfstürmer könnte eine Option neben Raffael in der Spitze sein. Doch der technisch limitierte Kraftbolzen braucht Spielpraxis, um im Konkurrenzkampf bestehen zu können. Nur über Kurzeinsätze und sporadisch etwas längere Episoden wie zuletzt wird ihm das nicht gelingen.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt - Herrmann, Kramer, Dahoud, Johnson - Raffael, Hofmann.

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