Mönchengladbach - Borussia funktioniert „halbwegs“

Borussia funktioniert „halbwegs“

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
Granit Xhaka
Befand die erste Halbzeit für gut: Granit Xhaka. Foto: dpa

Mönchengladbach. Die neuen HD-Anzeigetafeln im Borussia-Park funktionieren noch nicht, sie sind erst dreiviertel fertig. Borussia Mönchengladbach aber ist schon gut „in Schuss“: Der Tabellendritte der letzten Bundesligasaison bezwang vor 9588 Zuschauern den portugiesischen Vizemeister FC Porto mit 2:1.

„Speziell die erste Halbzeit war gut“, befand Gladbachs Taktgeber Granit Xhaka. „In der zweiten haben wir dann defensiver gespielt. Aber wir werden von Tag zu Tag besser.“

Beinah mag sich Portos Iker Casillas wie in besseren Zeiten vorgekommen sein: als Stammkeeper bei Real Madrid im Clásico gegen den FC Barcelona. Zwar ist die Favre-Elf noch ein gutes Stück entfernt von der technischen Klasse von Messi & Co. Aber wie die katalanische Super-Mannschaft verzichtete Borussia in der Sturmzentrale auf jegliche Offensivkraft mit dem Etikett Strafraumspezialist.

Falsche Neuner

Gladbachs Welt ist mehr denn je voller falscher Neuner, erst recht, nachdem sich André Hahn für das Duell mit dem portugiesischen Champions-League-Teilnehmer abgemeldet hatte. Der Ex-Augsburger, der angesichts der Überzahl an Außenstürmern eine Zukunft wohl eher in der Mitte besitzt, zog sich im Training einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu und fällt mehrere Wochen aus.

Lars Stindl feierte neben Raffael seine Premiere in vorderster Linie, da Josip Drmic und Branimir Hrgota erst mal auf der Bank Platz nahmen. Der umfunktionierte Sechser überzeugte prompt mit Kaltblütigkeit und Präzision: Eine Kombination über Ibrahima Traoré und Patrick Herrmann schloss er zentimetergenau mit dem 1:0 ab (20.). Ins gleiche Eck unten rechts und nicht weniger präzise zirkelte Traoré den Ball zum 2:0 nach schöner Vorarbeit von Granit Xhaka und Raffael (39.).

Zwei Chancen, zwei Tore: Porto wollte in Sachen Effektivität nicht noch mehr abfallen. Nachdem Aboubakar eine erste Möglichkeit vergeben hatte (27.), erzielte er per Abstauber das 1:2 (49.). Drmic kam erst in der 75. Minute ins Spiel. Aber Gladbach brauchte an diesem Tag für die zwei Tore gegen Casillas gar keinen Stoßstürmer.

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