Borussia: Erfolgreicher geht nicht, besser schon

Von: Bernd Schneiders
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Einer, der den Ball halten kann – am Fuß natürlich: Mönchengladbachs Edeltechniker Raffael. Foto: sport/MIS

Mönchengladbach. Vielseitigkeit ist eine Qualität, die Lucien Favre immer wieder einklagt. Ganz speziell vor dem Spiel seiner Mönchengladbacher am Freitag auf Schalke. „Um dort zu bestehen, müssen wir mehrere Pläne haben“, prophezeit der Borussen-Trainer. Nach dem 1:0 gegen Freiburg muss man gar nicht erst so hoch greifen. Die erste Borussen-Pflicht kann nach dem mühevollen Sieg gegen die Breisgauer nur heißen: „Besser spielen!“

Auch wenn Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nach seiner Roten Karte gesperrt ist – so ungestraft wie die SC-Profis werden Choupo-Moting & Co. das Unvermögen, mit Sinn und Verstand sowie der erforderlichen Technik aus der Abwehr heraus zu spielen, nicht lassen.

Solche Defizite sind erstaunlich, bei einem Trainer, der so viel Wert auf Struktur legt und nach einer schrittweisen Aufrüstung des Kaders diese Saison eine eigentlich tolle Mischung aus kampfstarken, technisch versierten und schnellen Profis besitzt.

„Ich weiß, dass wir uns steigern und das Spiel besser kontrollieren müssen“, sagte Lucien Favre. Mit einem Ballbesitz von nur 32,9 Prozent gegen Freiburg ist das wahrlich schwierig. Gut möglich, dass der Schweizer Fußballlehrer dazu auf die technischen Fähigkeiten eines Raffael zurückgreift. Der Brasilianer dürfte auf eine Einsatz gegen seinen Ex-Klub brennen. „Keine Sorge, die Rotation wird kommen“, offenbarte der 57-Jährige schmunzelnd nachfragenden Journalisten nach dem Dreier über Freiburg.

Nutznießer könnte ebenso Thorgan Hazard sein, der mittlerweile mit den Füßen scharrt, nachdem er noch keinen Startformationseinsatz in der Rückrunde zu verzeichnen hat. Africa-Cup-Rückkehrer Ibrahima Traoré wird dagegen eine Option auf der Ersatzbank bilden.

Schalkes Trainer Roberto Di Matteo wird Timon Wellenreuther das Vertrauen schenken. Der U 23-Torhüter ersetzte bereits bei den Bayern zur Pause den verletzten Fabian Giefer. In München hatte der 19-Jährige keine Zeit, nervös zu sein. Diesmal blieben dem Sohn des Präsidenten des  Karlsruher SC dafür zwei Tage – und vor allem drei Nächte. 

Mögliche Aufstellung: Sommer - Korb, Brouwers, Jantschke, Dominguez - Kramer, Xhaka - Herrmann, Hazard - Raffael, Kruse

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