Borussia bessert die Freitagsbilanz auf

Von: Christoph Classen
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Borussia Mönchengladbach
Die Freude ist groß: Mönchengladbachs Oscar Wendt, Andreas Christensen, Havard Nordtveit, Martin Hinteregger und Lars Stindl jubeln über den Treffer zum 2:0. Foto: Jonas Güttler/dpa

Mönchengladbach. Unter den Wochentagen zählt der Freitag ja zu den beliebteren, was vor allem daran liegt, dass auf ihn Samstag und Sonntag folgen, bei vielen löst der Freitag allein deshalb Freude aus.

So ein Freitag ist eigentlich etwas Schönes, das haben sie auch bei Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen mal so gesehen, aber bei den beiden Bundesligisten hatte der Freitag zuletzt massiv an Beliebtheit eingebüßt, weil er zu dem Tag wurde, an dem sie nach Erklärungen für Niederlagen und Unentschieden suchen mussten. Beide Mannschaften hatten zuletzt keine ihrer vergangenen sechs Freitagspartien gewinnen können.

Als Mönchengladbach Bremen empfing, hatten demnach beide Mannschaften nicht nur die Chance zu punkten, sondern auch die, aus dem Freitag wieder einen Freudentag zu machen. Genutzt wurde sie von den Gladbachern, sie gewannen das Spiel 5:1.

Bereits vor dem Spiel hatte André Schubert eine Chance genutzt, und zwar die, Mahmoud Dahoud aufzustellen. Die Gladbacher waren auch in dieses Spiel mit den beinahe gewohnten Personalproblemen gegangen. Dass Dahoud nach einer Schnittverletzung wieder spielen konnte, war für sie eine gute Nachricht.

Auf dem Platz folgte Mönchengladbach ziemlich schnell dem Vorbild des Trainers, eine sich bietende Chance auch zu nutzen, die Effektivität hatte zuletzt ja etwas gelitten, nicht nur an Freitagen.

In der 12. Spielminute aber war es ausgerechnet Dahoud, der den Ball eroberte, dribbelte, Thorgan Hazard bediente, der am rechten Strafraumeck einen Direktpass auf Lars Stindl spielte, den dieser zur frühen Führung einschob. Gladbach war offensichtlich mit dem Vorsatz in dieses Spiel gegangen, es von Beginn an zu bestimmen, wovon sich die Bremer durchaus beeindruckt zeigten, allerdings zunächst nicht besonders lange.

Werder lauerte auf Chancen, wie man so sagt, und dass das aktuell eine große Qualität dieser Mannschaft ist, liegt vor allem an Claudio Pizarro, der mit all seiner Routine einer der besten Lauerer der Bundesliga ist. Wenn bei Bremen in der Offensive etwas lief, dann über den Oldie, der zwischen der 22. und der 27. ein paar Konter initiierte, die folgenlos blieben, weil die von ihm bedienten Mitspieler entweder im Abseits standen (Ujah) oder aufgehalten wurden (Levin Mete Öztunali).

In der Folge machten die Bremen allerdings den Fehler, die Lauerstellung bis in den eigenen Strafraum auszudehnen, wo sie recht teilnahmslos beobachteten, wie Hazard zunächst noch aus fünf Metern vergab (29.) und wenig später Dahoud dabei zusahen, wie er den frei stehenden Andreas Christensen bediente, der zum 2:0 traf (31.). Zur Halbzeit war aus der guten Nachricht, dass Dahoud wieder spielen konnte, bereits eine sehr gute geworden. Und so ging es dann nach Wiederanpfiff weiter.

Christensen legte nach, diesmal per Kopf, nach einer Ecke von Raffael traf er zum 3:0 (50.). Die Bremer wirkten im Anschluss noch passiver als zuvor, kamen allerdings unverhofft zu einem Treffer, nachdem Martin Hinteregger Öztunali auf den Fuß trat. Den daraus folgenden Elfmeter verwandelte Pizarro, nun ja, routiniert (56.).

Das Tor änderte den Verlauf dieses Spiels ein bisschen, weil er die Bremer daran erinnert hatte, dass sie eigentlich gut in diese Rückrunde gekommen waren. Sie hatten plötzlich ihr Selbstbewusstsein wiederentdeckt, in dieser Phase hatte Gladbach Mühe, für Entlastung zu sorgen.

Schubert brachte Ibrahima Traoré für Hazard (67.) und Raffael brachte die Vorentscheidung, indem er den Elfmeter zum 4:1 verwandelte (70.), den es nach einem Foul an Stindl gab, das dieser dankbar angenommen hatte. Danach feierten die Gladbacher noch das 5:1 von Harvard Nordtveit (88.) Und das alles an einem Freitag.

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